Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): mißlingen

mißlingen

, v.


I nicht gelingen, fehlschlagen
  • an phrüenden und an kirchen müge in misselingen 
    1190/1230 WaltherVogelw./AltdTBibl. I 108
  • so si oc selven des wis dattu di dicke besprekest, unde du na rade, so blift de scult dine nicht oft it missered [aL.: misvelt, misseginge, misselinget, missetrede]
    um 1335 RichtstLR. 103
  • schal de banrichter ... gebeden, deme scharprichtere neynerleye vorhynderinge to donde, ok, jfft eme myslunge, neyne hand edder gewalt an ene to leggende
    1510 BambHGO.(Barkhusen) Art. 118
  • da auch dem scharffrichter in vollziehung der execution der streich mißlunge ... so solle nichts desto weniger an dem thaͤter das gesprochene urtheil wuͤrcklich vollzogen werden
    NÖLGO. 1656(CAustr.) 51 § 8
  • 1720 Schuhmann,Scharfrichter 241
  • wenn ... ein mißlungener versuch den charakter eines wirklichen verbrechens hat, gehört die sache vor die gerichte
    1818 Landsberg,Gutachten 100
II Schaden nehmen, verderben
  • wär aber, das sich die lüt sumptin mit dem zins vntz nach sant Gallen tag, misslingt denn dem zins von vnwetter, so sond die hüber vnd die schüposser den schaden han
    oJ. Zürich/GrW. I 103
  • wer den zins fertiget gen Costenz, wie denn dem zins misslinget, da soll der bischoff den schaden han
    oJ. Bern/SchweizId. III 1338
III eine Straftat begehen, sündigen; die Hand mißlingt einem man frevelt mit der Hand
  • die sich sundrent, den misselinget dik
    2. Hälfte 13. Jh. (Hs. 1387) SGeorgPred. 181
  • so einem bürger aus vergeßenheit seiner vernunft ... die hand mißlunge, es wäre mit schlagen oder anderen frevelen
    1541 TrierWQ. 486
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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