Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Mitsäß

Mitsäß

, m.

zur Etymologie des Grdw.s vgl. SchweizId. VII 1345

I wer mit anderen an einem Ort ansässig ist
  • ein wirt hett die fryheit, wer im das syn entragen wil, das er im darumb nachlouffen vnnd sin mitsässen vmb hilff manen mag
    1472 Zürich/GrW. I 125
  • 1491 FürstenbUB. VII 265
  • wer och sinen mitsæssen let uf frœmdi gricht oder in anderschwa verclegt, der sol im allen schaden abtuen
    15. Jh. Überlingen/GrW. V 214
II Beisitzer im Gericht
  • 1615 SchweizId. VII 1363
  • wann einer umb die urtheil gefragt wird und deren rahts begehrt, so spricht er: ich begehre rahts der herren meiner mitsaͤssen 
    1721 BernBF. 123
unter Ausschluss der Schreibform(en):