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morgen

, adv.
II in der Wendung heute und morgen für die Angabe einer kurzen Frist gebraucht: in kürzester Zeit, unverzüglich; weitere Belege s. unter heute (II) 

Morgen

, m.
I Tagesbeginn, als Zeitpunkt od. Zeitspanne im Rahmen rechtlicher Regelungen gebraucht
II in der Wendung zu/auf Morgen (I) kommen:
III metonymisch mit der Vorstellung "so viel Ackerfläche, wie man an einem Morgen (I) bearbeiten kann" und damit Lehnbed. zu lat. iuger(um), iurnalis 
IV ein Längenmaß
V ein Getreidemaß
Grundsteuer mit dem Morgen (III) als Berechnungsgröße
Mahlzeit, die am Vormittag eingenommen wird, Teil einer Entlohnung oder Verköstigungspflicht, auch in Luxusverboten
Grundbuch, in das die Grundstücke nach der Anzahl ihrer Morgen (III) eingetragen werden
Urkunde über eine Morgengabe (I) 
I ehebezogene Zuwendung zwischen Mann u. Frau, Gabe (II 1), die je nach Rechtssystem in Funktion, Gegenstand und Übereignungsformen unterschiedlich sein kann; idR. war die Morgengabe bei der Heirat ein Geschenk des Mannes an die Frau, sie konnte aber auch ein Geschenk der (verwitweten) Frau an den (zweiten) Mann oder eine gegenseitige Gabe bezeichnen; die Morgengabe konnte am Morgen nach der Hochzeit überreicht werden, es konnte sich aber auch um eine Zuwendung handeln, die bei der Eheschließung vorgenommen wurde oder die zu diesem Zeitpunkt nur versprochen wurde für den Fall des Vorversterbens des Zuwendenden (s. dazu Morgengabe I 3); als Zuwendung eines Ehemannes an seine Frau zu deren freier Verfügung konnte die M. insofern eine Sonderstellung einnehmen, als sie bei Vorversterben des Mannes nicht zum Nachlaß gehörte, sondern wesentlicher Bestandteil der Witwenversorgung wurde
II ehebezogene Zuwendung von dritter Seite
III Gabe (I 2), Schenkung, Stiftung an ein Kloster
IV Morgengabe (I) in literarischer Rezeption
V ein Kind zur Morgengabe aufnehmen übtr.: ein Kind aus einer Vorehe durch Heirat annehmen
ausstatten, gelegentlich auch außerhalb des Ehegüterrechts
jährlicher Zinsertrag, der als Morgengabe (I) zugewendet wird; das Kapital darf idR. nicht angetastet werden
auf Grund einer Übereignung als Morgengabe (I) entstanden
Geldsumme als Morgengabe (I) 
wie Morgengabegebühr 
wie Morgengabsrecht; Belege s. dort
Kind aus einer vorangegangenen Ehe, das vom Vater oder der Mutter in die nächste Ehe mitgebracht wird
rechtliche Regelungen zur Morgengabe (I); Recht aus einer Morgengabe (I); oft in der Wendung: als, nach, wie Morgengabrecht und Gewohnheit 
urk. Zusicherung einer Morgengabe (I) 
Abgabe für ein Landstück, deren Höhe sich nach dem Morgenmaß richtet
I obrigkeitliche Grundsteuer oder Veranlagung, die von Städten, Dörfern und Ämtern erhoben wird
II Abgabe zur Unterhaltung der Deiche, tw. auch zur Kultivierung der Fehne; die Morgengelder dienten zum Teil auch der Besoldung der Deichgrafen und Heimraten (I); die Abgabe wird morgen morgengleich umgelegt; für das Einziehen der Morgengelder waren die Deichgrafen zuständig
Gabe (I 1) an den Lehnsherren anläßlich seiner Heirat
wie Morgensprache (I 1) 
I eine Heiratsgabe, wie Morgengabe (I) 
II ein Geschenk anläßlich einer Heirat
eine Morgengift (II) geben
den Zunftmeistern übergeordnete Aufsichtsperson
im Morgenbuch eingetragen und damit abgabepflichtig
Zinspflichtiger, Hofhöriger
I pro Morgen (III) berechnete Natural- oder Geldabgabe von zinspflichtigem Getreideland
II Recht auf Erhebung und Einnahme des Morgenkorns (I); hier als Teil einer Morgengabe (I) 
Landstück von der Größe eines Morgen (III) 
das Morgenläuten, als Zeitangabe
Mahlzeit am Morgen (I), als Gegenstand unterschiedlicher rechtlicher Regelungen
Umfang, Größe eines Land- bzw. Waldstückes, in Morgen (III) gemessen
Flächenvermessung in Morgen (III) 
wie Morgensprache (I 1) 
rechtliche Angelegenheit, die im Städtetag wegen ihrer Dringlichkeit am Morgen (I) geregelt werden muß
eine Grundsteuer mit dem Morgen (III) als Berechnungsgrundlage
eine Pfründeneinnahme in Form von Wein
wie Morgengeld (I) 
Statuten- und Protokollbuch über eine Morgensprache (I 1) 
I Besprechung, Versammlung am Morgen (I) 
II die Institution der Morgensprache (I 1) 
III Beschluß oder Urteil, die in der Morgensprache (I), insbesondere von Zunft- und Bürgerversammlungen gefaßt bzw. gefällt werden
etwas verabreden, beschließen, verabschieden
von einem Gesellen, der Meister werden will, in einer Morgensprache (I 1) zu erlegende Geldsumme
Ratsherr, der an Morgensprachen (I 1) mit Kontroll- und Entscheidungsbefugnissen teilnimmt
wie Morgenspracheherr 
I Anzahl der Morgen (III) eines Landes, als Landmaß
II nur im Nl. in der Wendung mergen mergentaels gelijck, mergen mergentaels wijse im Verhältnis zur Anzahl der Morgen (III) Landes, pro Morgen (III) gleichviel
III metonymisch: Landstück, Feld von bestimmter Größe, die in Morgen (III 1) gemessen wird
IV Abgabe, Pacht, die nach der Anzahl der Morgen (III) Landes bemessen wird
wie Morgengeld