Mündling, m. u. n.

auch latinisiert mundilingus
I jemand, der unter einer ²Mund (I) steht, Schützling, Mündel
  • mundilingus
    770/79 Niermeyer 709
  • aut homines ipsius aecclesiae tam ingenuos quam servos et mundilingos iniuste constringendos
    1003 MGDipl. III 62 Faksimile
  • A. et mundelingi sui dederunt sorori sue ... quartam partem domus
    1171/72 KölnSchrUrk. I 110
  • notum sit ... quod cum G. et soror sua W., qui nobis tenebantur jure quodam, quod mundelinge dicitur ... nos super hominibus istis eandem inpetere cepimus ecclesiam et pulsare
    vor 1229 OsnabrUB. II 186
  • is dan twiste onder den voirmundere of den neesten volghere des mundelinghs op die voedingh voirschreven, soe soillen dat rechtighen die burgermeyster
    1426/40 KleveStR. Art. 82
  • den verordneten regenten gleich den herrn vormündern und ihren mündlingen
    1548 v.d.Ohe,LünebVerw. 22
  • alß vormunder eines ölderlosen megdekens und van dessulven wegen clagende berichtet, dat, efte wol gemeltes muntling mit tidliker noturft versorget
    1565 HolstVierstUrt. 348
  • voorts mondelinge te voldingen ende naer deysch ende antwoort partien voorgelesen was
    1566 LeidenKenningboek 134
  • vormünder ... ihrer macht und gewalt uber ihre kinder, freunde und mündelinge in ehevorpflichtungen zur unbilligkeit schwerlich missbrauchen
    1585 Lauenburg/Sehling,EvKO. V 440 Faksimile
  • dann sollen die vormuͤnder ... alle ihrer pupillen ... guͤter ... in beyseyn des muͤndlings ... verzeichnen
    1650 EstRitterLR. 270 Faksimile
  • P., reisete ... zu k[aiser] F. ... und bate, daß er seines pupillen und muͤndlings, als eines verlassenen waisens, sich annehmen ... wolte
    1668 Fugger,Ehrensp. 521 Faksimile
  • im wiedrigen fall kan der muͤndling sein abgehaͤndigtes land vor erb und eigen wieder ansprechen, oder bey dem vormunder bleiben
    1717 Blüting,Gl. I 121 Faksimile
II Pfleger?, vgl. Schott,Träger 78
  • auch deilent sie, daz diese egenante hube kein geistlich man keufin sal, ez were dan daz es uf in irsturbe, oder vore in siner hant hette, e he geistlich wurde, der sal sie behalden und sal einen mündeling seczin ubir sich, unde nicht under sich
    1338 Hessen/GrW. VI 398 Faksimile