Suche: 

Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Nachtdieb

Nachtdieb

, m.

1Dieb, der nachts seine (damit besonders verwerflichen) Straftaten begeht
  • er hab jn keinen nachtdiep geheißen, sunder ein nachtnebel
    1472 ZWirtFrk. 5 (1859/61) 238
  • die eenen nachtroovere oft nachtdief ter doot brengt
    1496 Stallaert II 223
  • werre aber by nacht einem in sinem beslossen garten stiege adder eynem sine frücht abesnidde, den salle man in den korpp setzen adder den adder die vor ein nachtdiep und -diebin rüwen
    1502 Alemannia 15 (1887) 77
  • darnach ... vor solchen nachtdieben und mördern ain frumer biderman mit seinem weib und kind mocht sicher bleiben
    1528 Franken/Sehling,EvKO. XI 663
  • so ainer ainen nachtdieb mit diebstall betraͤt vnd nit venckhnüssen khünde, sonder erschlüeg
    1535 KrainLGO. A vjr
  • die weill yr ... von den zwayen nachtdieben, die euch ewer obeß bey nacht schlaffner weyle gestolen, eynen yn handthafftiger thatt erschossen, ... so seyt yr ... von der wegen ... des ... diebes nechsten schwertmogen ... zuantwortten ... nicht verpfflicht
    1. Hälfte 16. Jh. MagdebBrüx 147
  • wer ainen weinpotten bei der nacht ain kandl oder ander assach näme, der soll es biessen als ain nachtdieb 
    1581 NÖsterr./ÖW. IX 12
  • bringt jemand einen nachtsdieben in frischer that vmbs leben, er wird desselben als dann vnstraͤflich, so er jhm on eygenes leibs gefahr nicht hat verschonen koͤnnen
    1583 SiebbLR. IV 2 § 11
  • wo ainer bei nächtlicher weil ainen nachtdieb an seinem schaden fündt und in davon treiben oder fachen wollt und möcht daz ann schaden nit thuen und wo er den dieb entleibt, ist auch straff ledig
    1624 RaurisLR. 226
  • so ein nachtdieb oder eine nachtdiebin begriffen würd mit wahren thaten ... setzen wir wandl sechzig und fünf pfund
    1654/97 Schlesinger,Weist. I 194
  • die todtschlaͤg, welche gar nicht gestrafft werden, seynd vornemlich diese ... der einen nachtdieb, so sich zur woͤhr stellet, umbbringt
    NÖLGO. 1656(CAustr.) 62 § 8
  • wer einen nachtdieb, so sich zur wehr stellet, oder einen gewaltthaͤtigen raͤuber umbringt
    1769 CCTher. 83 § 9
unter Ausschluss der Schreibform(en):