Neubruch, m., Neubrucht, f.

I ein gerodetes Stück Wald oder Ackerland
  • in noualibus in niuuipruhtim
    8./9. Jh. AhdGl. I 541, 54 Faksimile
  • gelaeuen wij, hem alle dit nyebrueck ... mit alreschlachter noet, alst ... ons toebehoirt ... ewelick toe waeren
    1328 Nijhoff,Ged. I 238
  • der nevpruch auf der meilstat geit xxx schilling
    um 1360 CDAustrFris. III 603
  • daz denn das was so gehalten und gehoͤwet wirdet in als nuͤpruͤch den zechenden pillich geben
    1436 HeiligkreuztalUB. II 168
  • nachdem ... von alter herkommen, daß der zehent von den rechten newpruchen, alda hieuor weder furch noch strang gsehen, ... gmainklich die ersten drey jar ainem pfarrer, aber volgends dem, der sonst den zehent der enden hat, zůgestanden ist
    BairLO. 1553 IV 16 Art. 7 Volltext (und Faksimile)
  • sollen [die Alpmeister] ... denen perkwerchsarbaitern ... ainiche reiter oder neubrich zu machen nit verstatten
    1635 Kärnten/ÖW. VI 472 Faksimile
  • [Buchtitel: J. Werndle,] zehend recht, dessen gründtliche erklaͤr- vnd außfuͤhrung, auch der newreüt- vnd newprüch halber vollkommenlich hierinn zubefinden [Ingolstadt 1656].
  • die neubruͤch und neugereith werden genennt die jenige gruͤnd, allda zuvor ... nie was angebauet worden
    1679 TractIurIncorp. VI § 5 Faksimile
  • dafern ein ... neubruch innerhalb dem bezirck einer gewissen parochie ... gelegen ist; so gebuͤhret ... der davon zu entrichtende zehend ... der pfarr-kirche
    1740 Zedler 24 Sp. 24 Faksimile
  • es wird der zehend auch genommen von solchen aeckern, die noch nie fruͤchte getragen haben, sondern erst hierzu bequem gemacht worden sind, diese heissen neubruͤche
    1780 Gabcke,DorfBauernR. 235 Faksimile
  • von dem neubruche kann bloß der landesherr abgaben fordern, weil solcher zu den regalien gehoͤret
    1794 Schwarz,LausWB. V Anh. 31 Faksimile
  • wird aber auserhalb neubruch auf einer oder der andern seite des flußes gemacht, so wird die schatzung der kirche L. zahlt
    18. Jh. (Übs. e. lat. Urk. von 1247) PfälzW. II 540
II wie Neubruchzehnte
  • die probstig hett ein recht ... an die nüwbrüch
    1276 SchweizId. V 375 Faksimile
  • die uszeichung ... gab er der kilchen ... mit allen den rechten, nützen und früchten, primizen, zechenden, nüwbrüchen, opferen ..., das einer ... lütkilchen zůgehört
    1480/90 StretlingerChr. 39
  • werden wuͤste oͤrter angebauet, so gehoͤret dem herrn der rottzehnte, oder neubruch
    1757 Estor,RGel. I 200 Faksimile
  • das ... neugerottete land [faͤllt] ... in die schuldigkeit eines neubruches oder novalzehenden
    1788 Thomas,FuldPrR. I 307 Faksimile