Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): niederhaben

niederhaben

, v., niederheben, v.

mit Vorstufen des Kompositums
von der Hand beim Eid: herunterhalten, niederdrücken, mit unterschiedlicher Rechtsfolge
Sachhinweis: Planck,GV. II 37ff
  • daz man sich ze ainem aid gepiutet ... und die hant auf wiert gehabt und ein red dar under chumt ê daz im jener den aid geb, der im in dâ geben solt, daz der mensch di hant nider habt, dar um hât is nicht verloren weder gegen dem richter noch gegen dem chlager
    vor 1328 Ruprecht(Claußen) Art. 222
  • welher burger auch ainen aidt schwert vnnd ob er die hanndt an des vogts vrlaub nider hebt, der ist nichts darumb schuldig
    1332/1554 Neuburg aD.StR. 251
  • wann ainem ain aid rechtlich ertailt wirt, felt er mit aufhaben, mit nyderhaben oder mit ainem wort, ob in halt der vorsprech darinn saumbt, so hatt er gegen seinen widersachen den spruch verloren
    2. Hälfte 15. Jh. HohenburgMarktR. 48
  • [wenn einer seine Unschuld nicht beschwören kann, sondern nur, daß er nicht wisse, ob er es getan habe] soll der weibel ihm die hand n[ieder]heben [d.h. ihn nicht schwören lassen]
    1557 SchweizId. II 916