Niet, m., n., Niete, f.

Stift, Bolzen mit um- oder breitgeschlagenem Ende; formelhaft mit Nagel (II 8) in Pertinenzaufzählungen zur Bezeichnung von unbeweglichem Gut im Unterschied zur fahrenden Habe
  • darzuo han ich gegeben ... den Karitusern alles min varend guot, so ich in mim huse vnd schüren han ze Friburg, das nüt nagel noch niete het
    1347 Schreiber,UB. I 369 Faksimile
  • darnach frag den mayr, was auf dem gut beleiben sulle der herrschaft, daz ist also winterpau ... und was nied und nagel berürt
    1381 Tirol/ÖW. V 17 Faksimile
  • hat der radt entslossen, das wein faß, kusten, truchen, kopfhewser und sydelen, was nyd und nagell nit heptt, hausradt sey
    1476 HeilbronnUB. II 151
  • sollen prunnenketten, prunnensayl vnd aimer, auch die laͤger in kellern, sampt den eingemaurten oder eingezimmerten beheltern, vnd was niet vnd nagel begreift, für ain zugehoͤrung des erkauften guts gehalten werden
    NürnbRef. 1564 XVI 6 Volltext (und Faksimile)
  • waß nid und nagel hebt, bleibt beim gutt
    1577 WürtLändlRQ. I 725 Faksimile
  • wird das was in einem hauß mit nied und nagel angehefftet, nicht fuͤr beweglich gut, sondern zu dem gebaͤu oder hauß ... gerechnet
    1728 Leu,EidgR. II 77 Faksimile