(nöte), (nötes), adv.
(nöte), (nötes), adv.
I
gewaltsam
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gif man mægþmon nede genimeþ: ðam agende l scillinga [wenn jemand eine Jungfrau gewaltsam entführt, (büsse er) dem Eigenthümer (der Vormundschaft über sie hat) 50 Schillinge]602/03? (Hs. um 1125) Liebermann,AgsG. 8
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swa þæt he nyde genam ane nunfæmnan ⁊ to him gegaderode mid unalyfedum synscipeum 885 (Hs. 2. Hälfte 11. Jh.) BiblAgsProsa V 1 S. 230
II
aus Not
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se mon se ðe his gewealdes monnan ófslea, swelte se deaðe. se ðe hine þonne nedes ófsloge oððe unwillun ... sie he feores wyrðe ⁊ folcryhtre bote [der Mensch, welcher aus eigener Macht einen Menschen erschlägt, der sterbe Todes. Wer ihn aber aus Noth erschlagen hat, oder unfreiwillig ... so sei er des Lebens und volksrechtlicher Busse]892/93? Liebermann,AgsG. 30
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for unfriðe man mot freolsæfenan nide fulfaran betweonan E. ⁊ six mila gemete [Krieges wegen darf man an Feiertags-Vorabenden im Nothfall reisen zwischen York und 6 Meilen Entfernung]1028/60 Liebermann,AgsG. 383
III
genötigt, gezwungenermaßen
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daz sie doch ungern und node dun wolten1396 Straßburg/DRWArch.
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do ginge er nodde in den thorn, wie wole er yme nit schuldig were1422 Erler,Ingelh. III 91