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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Obergerichtsbarkeit

Obergerichtsbarkeit

, f.


I Hochgerichtsbarkeit
  • [Mainz hat allein] das erbgericht ... rotting genannt ... die obergerichtsbarkeit aber, das vogtdingk sambt aller peinlichkeit stehet gemeiner anerbschaft zu
    16. Jh. Marburg (Region)/DRWArch.
  • in ansehung peynlicher haͤndel wird sie [Gerichtsbarkeit] genennet die blut-bann, oder die hohe- und ober-grrichtbarkeit [!], imperium merum, superior sive alta jurisdictio, die hohe obrigkeit
    1752 Greneck 85
  • wollen wir sowohl dem zucht- und armenhause zu W., als dem armen- und waisenhause zu T., die ober- und erb-gerichtsbarkeit über sämmtliche darinnen befindliche personen ... zueignen
    1780 CSax. I 1100
  • die mit der obergerichtsbarkeit versehenen staͤdte
    1800 RepRecht V 31
  • die obergerichtsbarkeit war auf die s.g. vier hohen rügen: mord, brand, diebstahl inbegriffen den raub und nothzucht, beschränkt, wurde aber im verlaufe der zeit auch auf andere strafbare handlungen ausgedehnt
    1829 Puchta,Justizämter I 70
II
übergeordnete Gerichtsbarkeit
vgl. 1Panier
  • daß in landes-fuͤrstl. hoheit, ober- und unter-gerichtsbarkeit kein eintrag geschehe
    1730 Heinemann,StatRErfurt 336
  • rescript, daß die regierungs-advocaten ohne ausnahme die ober-gerichtsbarkeit sortiren sollen
    1741 CCHolsat. I 66
  • die lehnsgerichtsbarkeit in streitigen fällen ist allemal der obergerichtsbarkeit des landesherrn untergeordnet
    1794 PreußALR. I 18 § 175
  • treten ... die provinz-hofgerichte in die obergerichtbarkeit uͤber die bisher unter standesherrlichen justizkanzleyen gestandene untergerichte
    1813 SammlBadStBl. I 510
unter Ausschluss der Schreibform(en):