Obleier, m.

I auch latinisiert oblaiarius, oblaigerius
Einnehmer und Verwalter der Obleien (I), auch mit der Kompetenz, Gericht abzuhalten
  • pro anno censu ... decem denariis ... solvendis ad manus oblaigerii nostri
    1277 Rockinger
  • dieselben zway thaill des hofes sol ordnen vnd och schaffen, wer dan obleyer ist ze s. Andre
    1316 OberbayrArch. 5 (1844) 420
  • das ich ... han dem gotshaus ... geben ... ze einem ewigen selgeret zwelf schilling ... die man dem oblaier dienen sol
    1317 SPöltenUB. I 238 Faksimile
  • sol der oblayer den herren geben funf schilling phenninge ze pezzern ir phrunt
    1318 OÖUB. V 215 Faksimile
  • geschech des nicht, so sol der spital maister und auch der oblaier dar umb phenten und pezzerung nemmen
    1325 SPöltenUB. I 280 Faksimile
  • des selben tags schol der oblayer in dem selben gotshaus, der daz ... guet inne haben schol den herren in den conuent ... den ... dinst von dem ... guet ... gewen, daz meiner sel ... werde gedacht
    1339 OÖUB. VI 290 Faksimile
  • swo ich ... vertzug ... die ... czehen schilling pfenning cze geben, ... so schol der vogt ... den oblayer ... der gueter gewaltig machen
    1348 SeitenstettenUB. 225 Faksimile
  • oblaiarius
    um 1350 GöttweigUrb. S. 78 Anm.
  • die obleier mogen gericht halten uf den guten, wan sie wollen
    1395 Franken/GrW. VI 9 Faksimile
  • sie haben ire guter separata von der aptey guten. und des hat der keller sein ampt fur sich selbs ... der spitaler seins, der obleyer
    1434? WürtGQ. X 5
  • auch seind bei diser weihe gewesen die hochwürdigen herrn herrn B. v. R., senior und oblaier
    1603 MittSalzbLk. 13, 1 (1873) 80
II hierher? Bewirtschafter eines Obleiguts?
  • es sollen all des gotshaus hintersäsz, amman, meier, hüber, mülner, gartner, lechner, oblecher, vischer ... järlich ir gült antwurten
    oJ. Bayern/GrW. VI 192 Faksimile