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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Pension

Pension

, f., Pensie, f.

jährlich oder in anderen regelmäßigen Abständen wiederkehrende Leistung (auf unterschiedlicher Rechtsgrundlage, zB. Zinsen aus Darlehen, Natural- oder Geldabgaben aus Pacht, Zahlung ausländischer Herrscher)
  • dat se vor ieden ungebuwden ... morgen landes nicht mer schollen geven, als enen schilling pension 
    1333 (Hs. 17. Jh.) HambUB. II 690
  • jairpaichte und pensien 
    1367 Matzinger-Pfister,Paarformel 158
  • dat voochden van weesen derselver weesen ghelt nyet langher uut en gheven ten pensioene dan totter tyt dat de weesen ... vuljaert zullen zyn
    1413 CoutGand I 585
  • erflike tijns of erfliken pachte of jaerlike lijfrenthen of pensye, die binnen jaers verschenen is, sal men maenen ende eyschen
    1426/40 KleveStR. Art. 206
  • etlich gelt zu einer schullen, darvon jarlich der schulmeister die pension zu genissen haben soll
    1428/29 PfälzW. II 786
  • of jemant van den raede sterft men sal hem allikewel haer volle pensie geuen sijnen erfgenamen van den latesten jaer
    1454/73 KampenStR. II 40
  • aber in erbbestentnus ist der patron oder verlyher nit schuldig dem der ein gůt vmb ein nemlich sum zinss, gült, oder frücht bestanden hett von misswachs wegen an der pension icht ab zuschlagen oder nachzulassen
    1498 WormsRef. V 2, 1, 4
  • das wir unnser burger guͤtt, es sy zins, rendt oder gúlt oder pentzyon deilten
    1519 ZugRQ. II 635
  • [Übschr.:] wie frücht vff ligenden guͤter vmb die ierlich pension verpfendt sin sollen
    1520 FreiburgStR. II 8, 16
  • daß sy ... der gemeldten gstift die järlichen pension, tusend pfund mailändisch alle jar geben ... wöllen
    1530 EidgAbsch. IV 1 b S. 537
  • es soll ouch hinfür unser gnediger her ... sich der pension, so die gotzhuslüt vom Frantzosen habent, nit mer annemen
    1538 SGallenAbteiRQ. II 1 S. 287
  • es seint an viel orten die pfarren mit pension so sie jerlich entrichten mussen, besweret
    1539 PommVis. I 303
  • [nachdem Landgraf Ph. mit den Pfännern des Salzwerks ... einen Vertrag ... geschlossen und sich ferner mit ihnen] umb ir teil salzwerks einer location ein zeit jare umb eine jerliche pension inzuhaben [laut Verschreibung ... verglichen hat]
    1540 MarburgRQ. I 331
  • wann jemandts ainen andern ain jaͤrliche pension [C. VI 37, 22: in annalibus legatis vel fideicommissis] verordnet hette, mit dem anhang, das dieselb seinen erben auch geraicht werden solle, so werden nit allain die ersten, sonder all nachkomend erben verstanden
    1546 Perneder,Inst.(1546) 68v
  • de somma van ses carolusgulden jaerlicx, als interessen ofte eenen eewijchdurenden pensioen voer den voersz. hoeftsomme
    1563 NlWB. XII 1 Sp. 1136
  • zur bezahlung dero pensionen, gemeiner beschwernüßen, erbauung der stadt, abzahlung der officianten
    1593/94 TrierWQ. 200
  • daß sie denen vor diser zeit auß irem closter außgetrettnen itzo theils verheurathen personen, die durch euch den rath inen zugesagte järliche pension innerhalb eines monats frist endtlich und unfhelbar abrichten
    1597 Kratsch,Justiz Anh. 9
  • zu lihen tusent gulden uff pension, das hundert umb fier gulden und zu bezalen mit münz
    16. Jh. QFrankfG. II 37
  • also abe unser spital nachfolgender zeit etliche gutter hett, von welchen die vorgemelt pension mechte geben werden
    16. Jh. (lat. Or. von 1273) FrankfUB.(Lau) I 163
  • so jemands also gelt aufzunemmen bewilligt wird, so soll man doch kein wein- und fruchtgulden mehr verkaufen, sonder allein geltgülten zugelassen werden, doch auch nicht höher dann von zweinzig guldin pension ein guldin
    1621 WürtLO./QNPrivatR. II 1 S. 440
  • soll das teutsche kriegs-volck und alle diejenigen, so von frembden potentaten in bestallung und pension angenommen werden, in ihren bestallungen und pension-brieffen aussdrücklich vorbehalten, dass sie sich wider das heil. röm. reich teutscher nation ... nicht gebrauchen lassen
    1664 Schulz,FremdWB. II 447
  • satzung [von 1500] ... dass kein pundtsmann ... solle ... von einigem frömbden fürsten einige gaab noch pensionen ... einnemmen, und war solche satzung der pensionerbrief genannt
    1672 SchweizId. V 473
  • ein bstandmann muß jaͤhrlich sein pension, oder bstand-geld wegen solcher ihme zu bstand verlassener nutzung und einkunfft bezahlen
    1721 Bluemblacher 21
  • pensionen sind ... gelder, welche von denen einkuͤnfften einer geistlichen pfruͤnde an einen andern zu seinem unterhalte bezahlet werden muͤssen
    1741 Zedler 26 Sp. 279
  • pension ... die bezahlung oder rechnung derer zinsen, das interesse oder die abgaben, so man wegen des gebrauchs eines dinges, hauses, ackers, capitals, u.s.w. zu geben schuldig ist, oder versprochen hat; desgleichen das tisch- oder kostgeld; ferner das einkommen, die einkuͤnffte, die bestallung, das jaͤhrliche salarium, sold, lohn, oder pfruͤnde wegen eines amtes oder dienstes; nicht weniger ein jaͤhrliches gnaden-geld oder bestallung eines koͤniges oder anderer potentaten an fremde ministers oder gelehrte, deren partey heimlich zu halten. eigentlich und uͤberhaupt heisset eine pension ein gnaden-geld, welches einer empfaͤngt, als eine belohnung seiner dienste, oder aus gunst zu seinem unterhalte, ohne dagegen zu einigem verdienst verbunden zu seyn
    1741 Zedler 27 Sp. 278
  • erfpachte oft pensie 
    oJ. Stallaert II 353
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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