Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): pfandsweise

pfandsweise

, adv.

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auch: in pfand(es)weise 
als Pfand (I) 
  • was gude auch in phandes wise sint versatzt, die zu der egenanten burg horen, dar han wir glich recht zu losen
    1271 NassauUB. I 1/2 S. 480
  • [das Neugericht war dem Grafen von Sponheim] versetzet vnd gelihen als in pfandes weiz 
    1320 Bansa,Kanzlei 308
  • stat dis ... silber alles uf dem vorgenanden zehnden in pfandwise ... in allem dem rechte als ob es lige an eigen oder an erbe alle die wile so es nicht angeleit ist an eigen oder an erbe in dem vorgeschriben rechte
    1335 F. Wyss, Gesch. des Concursprozesses der Stadt ... Zürich ... (1845) 64
  • [Güter,] als sie der vorgen. graf Ludwig ... pfandweise von der gen. abtei herbracht hat
    1336 ZWirtFrk. 1, 4 (1850) 81
  • wir haben auch dieselben slosse, lande, mannschafft, leute und guetter mit allen rechten, genuessen, nuczungen und zugehoerungen in pfandweise fuer das gnante geld lediglichen geweiset an den obgenannten marggraven Josten
    1378 GlatzGQ. I 226
  • ab der vesti Steinßberg, die vnsers gottshauß eigen ist, vnd si dazemal in pfanndtsweiß inne hatten
    1394/1420 Foffa 67
  • vor solich gelt, als yn daz in phandiszwise von uns stet
    1397 RodeUB. 361
  • want unse genedighe heere off zyne vorderen zyn lande ... meest alle pandswyse versat hebben
    1429 HanseRez. VIII 426
  • he ... hebbe de gudere pandeswise in sinen rouweliken weren ane idermannes rechte weddersprake wol achte jare
    1438 MagdebSchSpr.(Friese) 143
  • daz er [bestimmte Güter] ... in rechter sacz vnd phanndesweis an absleg der nucz innhaben [solle]
    1453 FRAustr. II 7
  • umb das die vorgenanten herren des alles deste sicherer syent, hab ich inen darumb zu rechtem wissentlichen underpfanden und in pfandwise ingesetzt und verschriben dise nachgeschriben gütere
    1467 FreiburgHlGeistUrk. II 232
  • wie einer einich habe vnd gut verpfendet oder pfands weis eingibt, das soll ... er ... loͤsen zu den zeitten ... als das verpfendet ist worden
    NürnbRef.(1479/84) XXIII 3
  • dat se den sulvigen tegeden pandeswise inne gehad hedden
    1484 QuedlinbUB. II 27
  • dat dat suluergesmyde gy jn weren hebben, sy iuw gesetten an iuwe schulde pandeswise 
    1489 OberhLüb. 282
  • bey dem hald der Steynaw und Rauden mit allen ihren zugehörungen und genüssen, die meine mutter fraw S. ... in phandsweise und nicht erblic inngehabt und gehalten hat und mich dieselben halde als pfandeserbin nach ihrem abgang angestorben und geerbt seyn
    1494 SchlesLehnsUrk. I 280
  • die, die vogtie in pfantswisz inne hand
    15. Jh. Thurgau/GrW. VI 335
  • so mag der verkhaufer dasselb guet phandweis inhaben biss er von dem khaufer volliclich bezallt wierdet
    1528 ZeigerLRb. 332
  • welches [fuͤrstenthumb Crossen] auch s.l. pfandsweiß biß zue der abloͤsung vnd freiung in besitzung haben magk
    1538 Lünig,CJFeud. II 39
  • [Behauptung,] dat de berurte acker nicht erfflich ... an one und sine fruntschop gekamen, sundern were an one und syne fruntschop pandeßwise vor 30 mr. sundesch gelanget
    1548 LübRatsurt. III 593
  • das niemandt fürhin einich gweer, noch harnisch meer von geltschuld wegen uff die gant schlache, noch pfandts wyß sinen glöübigern zůstelle
    1571 BernStR. VII 1 S. 176
  • erbguͤter vnnd farende hab, welche der klaͤger fuͤr sein verlassen vaͤtterlich erbgerechtigkeyt zu haben vermeynt, vnd der B. beklagt dieselbig guͤter vmb sein außstendige schuld pfandsweiß mit gericht erlanget haben solt
    TeutschForm. 1571 148r
  • von dem ... hauß Oesterreich pfandsweiß zůstaͤndig vnd versprüchig
    1574 Frey,Pract. 241
  • söllend die silbrigen pfender vor allen dingen vorgan ... dem nach, so einer ... käß in pfandwyß dargibt, so ab einem zender, so noch grüönß molchen ist, zächen pfund käß abzogen wärden
    1601 InterlakenR. 402
  • es mag auch ein glaubiger das von seinem schuldner habent underpfandt einem andern weitters wol versezen, doch daß er ime dabei anzaig, daß ers auch nur pfandtweis hab
    1616/29 OÖLTfl.(Strätz) III 22 § 17
  • eben also sol es auch gehalten werden, wo ein morgengab oder leibgeding verpfendet, nämblich daß der jenig, dem solches pfandsweiß eingeantwortet oder verschriben, darwider kein widerspruch einlegen mag, sondern wan ihme die summa bey der land-tafel nidergelegt und er sein gelt zu erheben vom ambt, beschickt wurde, sol er dieselbe summa ohne ladung nemen und erheben
    1627 BöhmLO. K 31
  • auch wan einem etwas vehes ußert dem kylchgang in pfandtswyß wurde, demselbigen mag man wol sumerig geben
    1629 UnterwaldenRQ. 81
  • das allerhaͤrteste mittel ist unfehlbar, wenn ein staat in seinen noͤthen auf keine andere art geld aufbringen kann, als daß er sich genoͤthiget sieht, an andere freye staaten ganze laͤnder und provinzen, oder wenigstens gewisse kreise und gegenden, fuͤr die herzuschießenden geldsummen zur versicherung abzutreten, dergestalt, daß sie der andere staat entweder pfandweise so lange besitzt, bis die schuld wieder abgezahlet ist, oder daß er aus den einkuͤnften dieser laͤnder und kreise die verguͤtung der hergeschossenen summen, benebst den interessen, nach und nach selbst erheben kann
    1758 v.Justi,Staatsw. II 464
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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