Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Pfannwerksrecht

Pfannwerksrecht

, n., Pfannwerkrechte(n), n.

Befugnis, das Pfannwerk (II) auszuüben
  • mit gaͤntzlicher privirung und verlust des pfannwergk-rechtens zu bestraffen
    1670 Hondorff,HalleSalzw. 83
  • wann ein pfaͤnner oder spaͤnner ein oder mehr jahre zu pfannwergen auffhoͤret, kan er dennoch das pfannwergs-recht durch erlegung eines thalers in die pfaͤnner-lade, jaͤhrlich vor der besatzung, dergestalt erhalten, daß er dennoch ohne entgeld nach seinen belieben, wieder zu pfannwergen anfangen darff
    1687 HalleRegO. Art. 33 § 13
  • pfann-wercks recht. dieses recht saltz zu sieden, kan zu Hall in Sachsen niemand erlangen, er seye denn ein unbescholdener buͤrger, habe in der ring-mauer der stadt sein eigen hauß, darinnen er feuer und herd halten muß, seye verehliget, oder doch in ehelichen stande gewesen, mit eigenen auf seiner schrifft und nahmen stehenden pfannen besessen, oder stehe mit andern in der mit-belehnschafft, zahle bey ubergebung des besatz-zettuls 50. reichs-thaler in die pfanner-lade, und treibe sonst nebst diesem pfannen-wercke kein handwerck oder andere geringe nahrung
    1717 Hübner,ZtgLex.8 1305
  • pfaͤnner-ordnung, pfaͤnner-recht, ... habilitations-recht, pfann-wercks-recht, lex et consuetudo pfænnerorum, ist eigentlich nichts anders, als ein inbegriff der denen haͤllischen saltz-siedern und andern bey dem dasigen saltz-wesen bedienten personen zustehenden befugnisse und freyheiten, krafft deren sie berechtigt sind, entweder der so genannten thal-guͤter auslaͤuffte zu genuͤssen, oder auch das pfannwerger [!] und die genuͤssung des pfanner-gewinns, vor sich gantz allein ... zu treiben
    1741 Zedler 27 Sp. 1198
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