Pflugrad, n.
Pflugrad, n.
Rad am Vorgestell eines Pfluges (I), zT. mit Eisenbändern beschlagen, gelegentlich in Angaben zu Abständen und Flächengrößen
vgl.
Pflugrädlein
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wan die huber vff dem hoff zacker faren, ist man jedem zwey brot schuldig als hoch ein pflugradt, vnd so dick, als der stock bis zum loch1466 Saarland/GrW. II 46 Faksimile
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habin sy ... gestollen habe funden, nemelich eyne wage met yren iserin zcuchten, eyn phlugrad unde eyne sense, unde habin sy den man ... in gefengkeniß bracht1474 PössneckSchSpr. I 184
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du solt ... jn [Straftäter] hinuß füren an die gewohnliche rychstatt, allda sinen lib entblößen, vnd jm sin houbt darvon mit dem schwert abhowen, also daß zwei stuck vß jm gemacht werdend ... vnd das in sölicher wyte von einander, daß ain pflugrad darzwischen gon möge1579 Moser-Nef,SGallen VI 829
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wo ein baum nit im hag, sonder so witt davon stunde, das ein pfluogr[ad] zwüschen dem haag und dem baum durchgan möcht, soll derselbig dem anderen, in dessen land er stadt, und nit in zunhag dienen1597 SchweizId. VI 491 Faksimile
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so aber solches [Beschneidung der Bäume des Bannzauns] ... nit beschehe, vnd der, so seine daran stossende grundt durch verhinderung derselben nit pauen oder reissen mecht, so mag er auf das pfluegrath steen vnd mit seinem handt peüchel abhakhen, was er erlangen vnd also durchfaren khan16. Jh. MittSalzbLk. 54 (1914) 130
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wer dem anderen ein pfluegrad abziehet, so gäntzlich verbotten ... solle zue straff 10 ℔ ₰ geben1705 WürtLändlRQ. III 534
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die verbindung zum tragen eines pflugrades war ehedem eines von den mitteln, um den schuldner zu einer richtigen zahlung auf bestimmte zeit zu vermoͤgen1805 RepRecht XII 13 Faksimile