Priesterpfründe, f.

I urspr. ein Priesteramt mit Vermögensausstattung; später vielfach nur noch für die (zT. zweckgebundenen) Einkünfte selbst
vgl. Leibrente
  • sazen wir ... in der vuͤrs[creven] kyrken xii pravenden, vyr prysterprovende, vyr dyaken ind vyr subdiaken
    1293 BielefeldUB.(Vollmer) 41
  • 14 malt. habern zu priester phruͤnd
    1414 SchrBodensee 46 (1917) 96
  • beneficium, ein wolthat / wirdt aber für ein priesterpfruͤndt genommen / fuͤr ein meß vnnd dergleichen
    1571 Roth 292 Faksimile
  • die pfarr-kirche ..., wohin C. ... nebst seiner eh-frau A. eine priester-pfrönd stifftete
    1752 Sattler,Würt. 101
  • daß die clerici communis vitae, ob sie gleich nach ihrer urspruͤnglichen einrichtung keine priesterpfruͤnde besitzen durften, doch alle geistlichen grade anzunehmen, berechtigt seyn sollten
    1808 Cleß,KirchlLGWürt. II 2 S. 263 Faksimile
II Versorgungsanteil
  • [ein Ehepaar kauft] eyn tegliche priester pffründ auff unser paider leib zu ainem rechten leibgeding
    1398 Ogris,LeibrenteMA. 73
  • hundert und achtzig guldein, dafur der gemelt F. W. in gedachtem closter ein briesterpfrunde sein lebenlang erkauft
    1508 BambBer. 91 (1952) 224