Primiz, f., m.

urspr. Erstlingsfrüchte als Opfer; rechtlich nur in der Schweiz: Abgabe der Landbevölkerung an den Gemeindegeistlichen
  • die uszeichung ... gab er der kilchen ... mit allen den rechten, nützen und früchten, primizen, zechenden, nüwbrüchen, opferen ..., das einer ... lütkilchen zůgehört
    1480/90 StretlingerChr. 39
  • das ... ein jeglicher undertan ... verbunden syn solle dem kilchherren ... alle jar ein mäß wicken um der primitz wegen ... zu entrichten
    1580 ZSchweizR. 22 (1882) RQ. 67 Faksimile
  • welche primitz besagter St. zuentrichten nicht schuldig ze syn vermeint, diewyl er kein hushaltung hinder bemelter parochien hette
    1586 ZSchweizR. 22 (1882) RQ. 81 Faksimile
  • daß die primizen in allen drei fällen [Leute wohnen bei ihren Eltern oder mit anderen zusammen] geschuldet seien
    1705 BernStR. VI 1 S. 667 Faksimile
  • zu dem ende sollen in dem dorfe Grosshöchstetten alle hintersässen- und herrschaftsabgaben,... primiz,... unseren gnädigen herren [der stadt Bern] vorgelegt werden
    1791 ArchBern 25 (1920) 13