Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): quälen

quälen

, v.

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I ae.
mit Torturen zu Tode bringen
Sachhinweis: Munske,GermRechtsw. 45 u. 239
  • gif man frigne man æt hæbbendre handa gefo, þanne wealde se cyning ðreora anes: oððe hine man cwelle oþþe ofer sæ selle oþþe hine his wergelde alese [wenn ein Mann einen freien Mann bei handhafter Tat anschlägt, dann walte der König von dreien eins: entweder man töte ihn oder verkaufe ihn über See oder löse ihn mit seinem Manngeld aus] 
    695 (Hs. um 1125) Liebermann,AgsG. Wi 26
  • þæt him to hreowlic þuhte, þæt man swa geongne man cwealde oððe eft for swa lytlan [daß es ihm zu grausam dünke, wenn man einen so jungen Menschen oder ferner für so geringen (Diebstahl) hinrichte] 
    925/40 (Hs. Mitte 11. Jh.) Liebermann,AgsG. VI As 12, 1
II ein Urteil quälen die Rechtkraft eines Urteils nicht anerkennen
  • derselbe bricht oder quaͤlet ein urtheil, welcher ... eine zwischen ihm und seinem gegner abgeurtheilte sache wieder vors gericht ziehet
    1614 SammlLivlLR. II 77
III (jn. in seinen Rechten) beeinträchtigen, belasten
  • ende wairt dat iement dese excepcie proponeerde uuyt liste ende loosheyden om den aenlegger te quellen, hij behoirde den aenlegger geduempt te wordden in de costen
    1496 CoutBrab. II 2 S. 21
  • om sijnen adversarijs te vexeren ende te quellen ... oic behoeven die saken van der possessien ende van der proprieteyt voir eenen richter getracteert te wordden
    1496 CoutBrab. II 2 S. 26
  • ende dat proces dat bij machte derselver gevoirdert wordde, zoude van onweerden zijn oft andersins gecondempneert wordden den verweerdere, dijen hij dairmede quelde in zijn wittige costen
    1496 CoutBrab. II 2 S. 55
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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