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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Rainstein

Rainstein

, m.

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Stein als Grenzzeichen
bdv.: Rain (III)
  • sve malbome oder markstene [aL. 1387: reinsteine] sat, die sal den dar an hebben, die in ander siet land hevet
    SspLR. II 50
  • bis an die reine gein B., noch deme alse das die reynsteyne und louchbouwme ... ußwiesen
    1432 FreibergUB. I 146
  • welcher die march oder rainstain verkherte oder ausgrueb, den soll man an die stat, da der marchstain gestannden ist, mit dem haubt vnntzt an di gurtl eingraben vnnd die fueß auskhern
    1473 SteirZ. 8 (1827) 148
  • wo ainer den andern uberraint het, so sollen die vierer darauf gen und in die rain und march slagen mit kreizen, und rainstain söllen auch nach den kreizen gesetzt werden
    vor 1480 NÖsterr./ÖW. VII 488
  • welicher ainen rainstain aufgrüf oder ain rainpaum abhacket mit gefar, der [ist] verfallen 72 ₰
    15. Jh. OÖsterr./ÖW. XV 237
  • wen sie vertig von den rainstain setzen sein, soll der perkrichter fragen baid partei ob sie ires rain also vergnuegt sein ... wann aber uber ain zeit ainer darüeber mirblet oder sich hören ließ, der selb ist umb das wandl verfallen dem perkrichter 2 und 6 ß ₰
    16. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 162
  • wan ainer an ain rainstain fier und ackerät ain rainstain auß ... so mag er sein mëhner nemen und soll sprechen "schaw, wier wellen an das alt orth setzen gleich wie vor ist gestanten"
    16. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 264
  • ain ieder rainstain oder marchstain, darunder oder nahent dabei sullen gelegt sein köller oder klaine staindl ... zu warzaichen
    16. Jh. Oberösterreich/ÖW. XII 756
  • wo ainer ausgrueb rainstain oder rainmarck ..., ist er der herrschaft verfallen 60 und 5 tal. ₰
    16. Jh. NÖsterr./ÖW. IX 747
  • man soll die rain bedeut haben mit rain und stein. man soll auch die rainstein mit den vieren setzen
    1607 NÖsterr./ÖW. VII 326
  • wan einer dem andern ein rainstain oder ein gräntzbaum außgrübe ...: der verfällt dem andern wegen eines jeden also veränderten rainsteins ... 20 schock groschen böhaimbisch
    1627 BöhmLO. Q 38
  • [es] sol keiner weyden, rein bewme oder gräntz zeichen abehawen, keine reinsteine ausheben oder etwas von dem alten reine abpflügen
    1657 ZSchles. 15 (1880) 148
  • die reinstein sunt fines & termini agrorum, silvorum & jurisdictionum
    1688 Beckmann,Idea Index
  • da auch einer oder mehr forsthueten, reinung und marckung richtig finden beym anzug, und aber über kurtz und lang enderung fürfiele, also daß reinstein verlohren, reinbaum oder reinstöcke abgehauen oder aber durch ungewitter die marck und unterschied verändert würden
    17. Jh. CJVenatorio-Forest. III 347
  • mit rainstein ausßgezeichtnenten, nicht erbaueten grundtfläckhen
    1701 KrummauClarissUB. 380
  • das stehet dem fuͤrsten zu ... rainstein oder marck-baͤume naͤchtlicher weil, oder bey dem tag, ohn befehl oder wissen derer, die es antrifft, auszugraben, zu versetzen oder abzuhauen
    1705 KlugeBeamte I2 809
  • wür vermelden ..., daß die gemain zu N. jährlich an pangrazn tag solle haben und halten einen allgemainen raintag. da sollen alle nachbarn ... miteinander gehen auf ihre haußgrünt ... und sehen, ob die rainstein ... unverruckt auf ihren rechten orth ... stehen
    18. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 113
unter Ausschluss der Schreibform(en):