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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): rasten

rasten

, v.


I ruhen, ungestört sein; die Formel gerast und geruht bezeichnet die rechtliche Unangefochtenheit eines Besitzes; auch von einer Rechtsnorm gesagt
  • dat her M. dat selve erf ... sine lifdage halden inde besitzen sal geraist inde geruit
    1304/61 Wien/LSchrP. 157
  • dat wy ... gegeven hebben ... vieffthien mergen broicklants ..., te besitten gerast und geroit
    1335 Grafenthal UB. 135
  • [Erklärung,] dat my vader ... ind der here van S. die burg ind graiffschaft ... besaissen zosammen vngedeilt ind ynne hatten geraist ind geroit as reichte hern
    1405 CDRhMos. IV 109
  • offte men mochte dat gerichte laten rosten in den eyrsten und eyne gotliche vermanonge senden an R. ... durch schrifften des abbets
    1482 OstfriesUB. II 182
  • [beim Tod des Ehepartners] sall der lest lebendige bliven sitzen gerast und gerewt in allen erven
    1500/10 SiegburgWQ. 32
  • das die bebstliche bulle der geistlichen guether halben widerum rastet, ist wohl zu recht gehandelt
    1530 RTAugsbUB. II 831
II
pflichtgemäßen Kriegsdienst leisten
  • wie lange zit einer soͤlle rasten und vsßbeliben, das er sin rast than habe
    1537 ArgauLsch. I 242
unter Ausschluss der Schreibform(en):