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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Rechtbieten

Rechtbieten

, n.

Angebot, eine strittige Sache (schieds-)gerichtlich klären zu lassen, wodurch das Recht auf Selbsthilfe suspendiert wird
  • rechtbieten Z.'s gegen S. und G. vor den boten gemeiner eidgenossen und anderer städte
    1440 EidgAbsch. II 134
  • getrüwte ouch, sid si in also můtwillenklichen in vech gehept haben über allen glimpf und rechtbieten ... wz er denn da getan hab mit dem absagen und ... dem angriff, dz hab er wol mugen tůn
    1447 BernStR. VII 1 S. 363
  • uber vil yberflissig ... rechtbieten 
    1519 SchwäbWB. V 216
  • wär v̈ber rechtpieten jemands übels zůfuͤgt. item welicher über das, das im recht anbotten vnd dargeschlagen wirt, einen der also recht angebotten hat, über sölches anfalt vnd in zornigem můt fräfne hand an ine legte ... das soll er ime vollkommenlich abtragen
    1604 ZofingenStR. 261
  • waͤr vber rechtbietten jemands vbels zůfuͤgt. wann jemands einem anderen, der mit jhm vneins waͤre rechtbietten, derselbig aber soͤlch rechtbott nit allein vßschlachen, sonder auch noch vber das hand an jhme legen ... wurde: sol ein soͤlcher fraͤffler zechen floryn bůß geben
    1616 WaadtStat. 196
  • wie sich über recht-bieten zu verhalten. solte jemand einem anderen ... über ihre streitsach das recht bieten oder darschlagen, so soll der, deme das recht gebotten worden, in der streitsach innhalten ... mag aber den, welcher da recht gebotten ... auf den ersten ordinari grichtstag ... bieten laßen, umb die gründ ... solchen rechtbotts zu vernemmen
    1715 MurtenStR. 498
unter Ausschluss der Schreibform(en):