Rechtsschein, m., n.

I von einem Gericht ausgefertigtes Dokument, Gerichtsurkunde
  • na fraghede G. en ordel, oft me des M. nicht mochte en rechtschyn geven edder wes recht sy
    1519 OldenbUB. I 260
II Bescheinigung, daß ein Sachverhalt rechtmäßig ist
  • mit iren zolnern verschaffend, dhein vögel durchtragen lassend, die in mh. piet gfangen, sy bringend dann ein rechtschyn, das si die eerhaftig ankhomen
    1547 BernRatsman. III 75
III Anschein von Rechtlichkeit, Rechtmäßigkeit
  • mithin sothanes gottes-haus sich unter obgemeldtem vorwand von seinem schuldigen beytrage zu disem crayse ... mit einigem rechts-schein nicht entsagen kan
    1746 Moser,StaatsR. 28 S. 516 Faksimile
  • so bliebe doch nicht der mindeste rechts-schein uͤbrig, daß ein dritter unschuldiger theil ... seiner erb-landen entsetzet... worden
    Moser,Staatsarch. 1756 I-VI 468 Faksimile
  • nur mit dem anstriche einiges rechtsscheines
    1759 Faber,NStaatskanzlei III 472