Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): reiteln

reiteln

, v.

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ein Seil mit einem Reitel (I) zusammenziehen; auch als Foltermethode
  • reitlen zůsamen fassen. instringere
    1561 Maaler 330va
  • sie reitelten und marterten auch den N., bis er inen 50 tlr versprochen
    1634 SchweizId. VI 1660
  • theils bürger [von der schwedischen armee] geredelt, gefoltert, gemartert vnd gepeiniget, dass sie alles ... bekennen müssen
    1636 NMittThürSächs. 19 (1898) 231
  • was sie [ein Trupp schwedischer Soldaten] sonsten vor crudeliteten auf dem lande, auch mit raiteln und waßerfüllen alten und wohl gar iungen kindern ... getrieben, ist fast nicht glaublich
    1666 QFürstentBayreuth II 119
  • die leuth mit prennen, raitlen ... tormentieren und peinigen
    1709 Schmeller2 II 53
  • [im peinlichen Verfahren:] zu Basel brauchet man bei geringen verbrechen endlich die kron, welche ein knottenseil ist, welche umb den kopf gereitelt wird
    1710 SchweizId. VI 1660
  • wie ist nicht mancher gerattelt und aus augen, ohren, nasen und mund nicht ein most, sondern die kost des menschlichen bluts heraus geprest ... worden
    1712 Abele,Gerichtshändel I 157
unter Ausschluss der Schreibform(en):