Richtbuch, n.

schriftliches Verzeichnis rechtsrelevanter Vorgänge, das von einer Institution mit Rechtsprechungsbefugnis geführt wird
  • die bůssen sol man inn nemen ... als dz richtbůch statt
    1356 ZürichStB. I 180 Faksimile
  • der besate hefft he dan al dat recht is, he heft se drie upbaden – und dede er ene toclaghe myd eme tughe alse myd deme rychteboke, unde gaf ut sinen vredeschilling
    1451 BaltStud. 46 (1896) 95
  • hefft de besate ingetuged vnde na vorlope jares vnde dages dar ingeweldiged iß mit rechte na inneholde vnser stad richteboke
    1465 OberhLüb. 109 Faksimile
  • [Urteil des Niedergerichts] na uthwisinge der stad Lubeke richtebock
    1466 Pitz,Schriftwesen 372
  • sedert der tydt ... iß dat hogerichte to Breckervellde geswecht unnd werdt alle daige ye lenger ye mehr, welches die richteboicke, soe ... upgericht, clarlichen uithwisen
    1523 BreckerfeldUB. II 218 Faksimile
  • he hedde ... nycht gedan, wes eynen sturmanne thobehorede, welcks he mith sinem schepesfolcke, de in dem neddersten rechte darup getuget, des he eyne schrifft int richtebock schriven leth lesen, wolde bewisen
    1526 LübRatsurt. III 7
  • tein golden gulden inhalt des richteboicks
    1539 ClarenbergUB. 332 Faksimile
  • byddende ick richter ergemelt myn richtsboek openen und den jüngesten gerichtliken verlath tüschen C. ... und ... borgermester und raide ... laten lesen
    1540 Behnes,BeitrMünster 629 Faksimile
  • soll der richter den beclagten ... zu bezalen schuldig sein erkennen, innen den termin endtlich ernennen und das alle eigentlich in richtebuich verzeichnen lassen
    1571 Richter,Paderb. I Anh. 138 Faksimile