Schäffelin, n.

aus frz. javelîn; Dim. Schäffelinlein
kleiner Spieß als Wurf- oder Stoßwaffe; auch zu Repräsentationszwecken
  • dass sich dass kriegs volck zu R. stets übet mit schiessend scheffelin oder scheffelinlin, so mann im streyt zu brauchen pflegt, solch spiel stet die herrschafft jährlich hundert lxxii ducaten
    1521 Pilgerreisen 374 Faksimile
  • so ... mit recht ergangen, das er sich alsdan diesem gericht entwende, ... sollen uns. gn.h. ... nachfolgen biss ... in den Rin, ... alsso fern als einer mit einem perdt nachreiten und alsdan mit einem schaffelin langen kan
    1538 Westerwald/GrW. I 626 Faksimile
  • hat noch darzu zwey waffen fein, / ein wurffbart, vnd ein schoͤffelein
    1550 Alberus,Fab. 68
  • von denen waffen, damit der from grave E. hingericht ... das erst ist gewesen ain scheffelin
    1566/67 ZimmernChr.(Decker-H.) II 98
  • [wir wöllen] die verordnung thůn, das, die harzů bestelt, mit jedes ampts ehrenfarb und schiltlin samp[t] einem schäfflinlin versechen ... werdint
    1614 BernStR. VII 1 S. 677 Faksimile
  • damit aber der wäg frey und offen stehe, werden die sechs leüffer mit ihren scheffelinen vorangehen
    1720 BernStR. V 434 Faksimile
  • die beyden stattbött in ihren läuffer-röklenen und schäfelin gehen vor dem großweibel her
    1747 ZofingenStR. 429 Faksimile