schalken, schälken, v.
schalken, schälken, v.
I
jn. zu einem Schalk (I) machen, knechten, versklaven
II
jn. einen Schalk (II) heißen, jn. schelten, schmähen, verunglimpfen, beleidigen
bdv.:
beschalken (I),
schänden (II)
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das si [Torwächter] nieman us noch in lassen, dar nach si dü tor beslieszent ... wer si darumb schalchte, oder dehein leid tete mit worten oder mit werchen, der git 10 ß14. Jh. LuzernRatsbüchlein 33
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vor gericht schalken. item wer den andern vor gericht beschalket mit schmaͤhen oder boͤsen worten1466 SGallenOffn. I 428 Faksimile
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waͤr den andern schelkt mit boͤsen worten und red, der ist dem gericht vervallen 5 ß ₰1496 ÜberlingenStR. 128 Faksimile
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ein schantlichen, tratzlichen, hoch eerenverletzenden, schalkenden brief1551 SchweizId. VIII 682 Faksimile
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es soll khainß dem andern sein thuch oder arbeit schelkhen, weder mit worten noch geberden16. Jh. Alemannia 15 (1887) 91 Faksimile
III
sich wie ein Schalk (II) benehmen
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wie dirre sammir shalket und mich mit worten walketnach 1243 Ulr.v.Türheim,Rennewart V. 1003
IV
überlisten, betrügen
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sus wird der arme beidenthalb geschelktnach 1350 Boner,Edelstein(Pfeiffer) VIII 45
V
entwenden, unterschlagen, veruntreuen
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das er auch in guter acht hab, waß und wie vil der [Werkzeuge] sei ... auf das, das nichtz vergessen oder geschalckt werde1464/70 Tucher,NürnbBaumeisterb. 41 Faksimile
VI
den Markt schalken gegen den Marktfrieden verstoßen
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wer aber den markt schalkti oder daran fräfleti, der söllte darumb mit dem rechten gestraft werden1559 SGallenOffn. II 570 Faksimile