Scheineid, m.
Scheineid, m.
I
zu
Schein (VII)
zum Zweck des Beweises abgegebener Eid
vgl.
Scheingelübde
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ende by recht ende oordeel des heemraats dede hy enen scyneet, dat hy do eerst wiste, dat sy dair eenige twee mergen lants hadden1322 Haltaus 1610 Faksimile
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sal men al onschout doen self derde oft mit enen schijneedt alze recht is1383 VerslOudeR. 2 (1892) 69
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so hoben mir unsser schynett gesaczt vor des reht1594 ArchÖG. 98 (1909) 464
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schein-eid: ... koͤrperlicher eid; schein bedeutet augenscheinlich; vielleicht aber mag auch die gewohnheit, die eide bey brennenden, scheinenden lichtern zu schwoͤren, zu dieser benennung gelegenheit gegeben haben1776 Meusel III 251
II
nur zum Schein (IX), nicht rechtskräftig abgeleisteter Eid
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abschaffung des juͤdischen gebrauchs der ... reservationum mentalium, ... da nun ein solches benehmen ... scheineide, die unter keinem umstand zu dulden, zulaͤßt1793 SystSammlSchleswH. II 1 S. 215 Faksimile