Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Scheintat

Scheintat

, f.

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auch: Scheinen-, Dim: Scheintatel 
offenkundig erkennbare, handhafte Straftat; auch: offenkundige Beweise einer Tat
  • das fertigethen sy mich selbis an mit gewapenter gewaldiger hand unde stachin uff mich das ich wol bewiesin mag mit der schynentad 
    14. Jh. Magdeburg/Haltaus 1610
  • was wir wandel melden ... in unser fuerlegung und rechten und ruegung, die sprech wir alle auf genad und alle inzicht auf perednüss. und umb alle inzicht mag sich ain man mit sein ains handen ausgereden ân hanthaft und ân scheintädel 
    Anf. 15. Jh. NÖsterr./ÖW. XI 374
  • umb alle inzicht mag sich ein man mit sein aigner hant außreden ohne hanthaft und ohne scheintadel 
    vor 1483 NÖsterr./ÖW. VIII 726
  • was wir ... unserr rechten und rüegung wandel melden, die sprechen wir alle auf genad und alle inzicht auf berednuss. und umb all inzicht mag sich ain mann mit sein ains hant außreden ân hanttat und ân scheintadt [a.L.: scheintädl]
    1543 NÖsterr./ÖW. VIII 713
  • scheinthat: eine deutliche that, welche in die augen faͤllet
    1762 Wiesand 950