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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Schicklichkeit

Schicklichkeit

, f.

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I Angemessenheit, Eignung
  • wer solchs einfallen aus not, foderung der sachen vnd schicklikeit der stelle vnd zceit ... geschehen
    1509/16 GörlitzRatsAnn. I/II 29
  • weren aber iunglüt, die ir schicklicheit halb nit bevoͤgtet weren, alle diewil sy nit zweyvndzwentzig iar erlangt haben, so moͤgen sy ligende guͤter zinß vnd gült nit verendern
    1520 FreiburgStR. II IX, 2
  • wol sik up tuige beröpt, de wint dre dage to forderende sine tuige. wurden se unhörig dem gerichte, he wint den verden dach, na erkentnisse der schicklicheit des richters
    vor 1531 RügenLR. Kap. 29 § 2
  • auff die klage achtunge zu haben, ob er die jrer form und schickligkeit halben anzufechten habe
    1561 Rotschitz 21v
  • die letzte eigenschaft einer guten juristischen schreibart ist die schicklichkeit. hierunter verstehe ich, die beobachtung alles dessen, was durch hergebrachte gewohnheiten oder wohl gar durch ausdruͤckliche verordnungen bey juristischen schriften zur nothwendigkeit geworden ist
    1777 Boeschen,JurSchreibart 24
  • wenn ... einzelne gemeinden wegen ihrer besondern lage und mehreren schicklichkeit sich an einen andern district anschließen
    1801 Schaffhausen-Thurgau/AktSammlHelvet. VII 1500
II Ordnung, Stufe
  • sippe oder im latein gradus genant ist ein schickligkeit, mass oder gemercke der personen in den cellen, welche von einander stehen, dardurch man erkent wie ferne oder nahe eine der andern verwant sey
    1541 BaumMagschaft 321v
III Fähigkeit
  • begäb sich dann daß zway eeleut aneinannder nichts zuebracht und aber mit irer schickhlichait und arbait in gmain etwaß uberkhomen hetten
    SalzbLO. 1526 Bl. 48v
IV wie Schickung (III) 
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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