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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Schläger

Schläger

, m.

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I Person, die die Straftat des Schlagens (I) u. (III) begangen hat
  • ob der schleger widerschpenig sein wordt an dem rechten, alsdann solle im dy gmein judischait mit der obrkait sein buͤrgerrecht aufsagen
    1497? UrkJudRegensb. 230
  • alldewile de wundede effte geslagen minsche legerhafftich ... is de wercker der wunden effte sleger dem rechte vnderworpen, jegen welck he gebraken hefft dorch de slachtinge effte wunden, vnd moth beteren de wunde
    um 1550 LangenbeckGl.(Eichler) O 4 Cod. C
  • wann eyn verwundeter durch vnerfahrnheyt der leib oder wundaͤrtzete stirbt, macht er den schlaͤger nuͤr an der verwundunge, vnd nicht am tode schuldig
    1565 Damhouder,Praxis 132r
  • [Anfrage:] wo und up welche stede und platze gemelte schleger in dem fal [Totschlag] soll gefeliget sein, und war man ohne sunst vorfolgen moge
    1568 JbOldenb. 15 (1906) 210
  • wert einer geschlagen, also dat he legerhafftich wert, vnde kumpt he na der tydt wedder vp, dat he gesehen wert in der kercken vp dem marckede ... dat men bewysen kan, stoerue he darna, so doerffte de schleger den mordt nicht beteren
    1586 Kolle,LübR. Art. 200
  • so raufhändl entstehen, gibet der erste schläger fünf pfund pfening, der anderte die helfte nach umständ der streitsach
    um 1755 NÖsterr./ÖW. XI 88
  • zänker u. schläger ... sollen schlechterdings schuldig seyn, den gebothnen ... frieden anzunehmen
    1775? Scheu,Mühlhausen 45
II notorischer Prügler, Raufbold
  • is it deme rade witlik, dat he [we en vorsat sleit blawe vnde blot] en sleger, en kyuer vnde en vechter sy, vnde dat weldelike breke, so schall he sine vullen bote geuen
    1270 HambStR. 64
  • we eyne vorsate sleyt, dat schal he beteren myt eynem voder wyns van soes amen ... ys yd deme rade witlyck, dat he eyn sleger ... ys, vnde dat weldichliken breke, so schal he syne vulle bote gheuen
    1497 HambStR.(Eichler) N 3
  • de visitatores scholenn ein gudt upsehent hebben ... dat he [scholmeister] hebbe ein gut getuchenisse eines gudenn levendes, dat he nicht si ein drunkenbolte, ein schleger edder kiver
    1526 HadelnPriv. 13
  • weinsaufer, spiller, rumorer, schleger 
    1590 OÖsterr./ÖW. XIII 40
III Ballspieler; sein Spiel kann Unbeteiligte Dritte gefährden
  • wo ... etlich vil des ballen spilen in einer gassen ... vnd einer ym ein scherer scheren ließ vnd so der ball vngestymmigklich oder mit gewalt geschlagen vnd in des scherers handt geworffen, vnd die kele ym abgeschnitten wuͤrd, ... ist weder der scherer, weder der werffer noch der schlager schuldig
    1436/1516 Klagsp.(Brant) 99v
unter Ausschluss der Schreibform(en):