Suche: 

Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Schlag

Schlag

, m.


I Hieb, Stoß, Streich gegen eine Person; auch unter Zuhilfenahme eines Gegenstandes

I 1 als leichte bis schwere Körperverletzung oder tätliche Beleidigung, im Kampf oder bei einer Rauferei; im Hinblick auf Gerichtszuständigkeit uä., auch als Straftatbestand; iVm. Stoß oder trocken im Gegensatz zum blutigen (I) Schlag (Blutrunst)
  • der von art ein kuͣnig seyͦ, dem solt jr wan slege dreyͦ pieten vnd dhainen mer
    1257/59 (Hs. 1504/16) Biterolf(Schnyder) V. 10884
  • it ne mach nen man dhen anderen uertughen vmme slaghe mit dhen luden dhe mede an ulocke vnde an verde vnde an dher uechtinghe wesen hebbet
    1279 StadeStR. 98
  • woͤlt aber er fúr die stat niht oder so er fúr die stat kunt, kunt er denne wider in, so sol er schuldig sin des bluͤtenden slages, als ob es gerihtet si
    1293/94 FürstenbUB. I 318
  • wir geben och ûz, daz der vogt richten sol umbe wundaton und umbe plůtigen slag 
    1346 FRBern. VII 219
  • begriffet man keynen man in eynes mannes huisz by syme elichen wibe an der waren schulde by dage ader by nacht, also das er mit er czu schaffen habe, an den sal des wibes man keyn arg legen mit schlegen ader mit stoissen, dan he mag en fahen vnd binden en vnd sal en dan dem keyser antwerten, de sal is rechten mit dem rechte, das darczo is geseczcet, das selbe ist auch der frawen recht
    um 1350 KlKaiserr.(Hs. Corvey) II 22
  • slege ... mit vuysten of mit koppelen sunder bloetrinninge ... die sollen die burgere beteren mit dren schillingen
    1371 WerdenStR. 51
  • verwundet en user borghere anderen ... oder belemet he ene mit sleghen oder mit stoten, so scal de rat den vredebrekere vervesten laten to twintich iaren
    Ende 14. Jh. GoslarStR. II 1 § 142 e
  • [dat borchgherichte ... richtet] vmme stote vnde vmme sleghe wat al solikes ghevelle
    14. Jh. HerfordRB. 10
  • enich onser ondersaten den anderen misdaen hadde ... myet sclage off myt wonde
    1420 AlmeloStR. 12
  • senter slecan iefta stetan twischa tha lithe iefta vr tha lithe on tha erme, sa scrift ma tha lessa lemet bi xxiiij scillingum, thet is thre scillingan and vij panningan, jefta scriuere thinze, thet thio hachste lemethe ther nowt one se [gibt es Hiebe oder Stöße zwischen die Glieder oder über die Glieder des Armes, so verzeichnet man für die geringere Lähmung eine Buße zu vierundzwanzig Schillingen, das sind drei (neue) Schillinge und sieben Pfennige, wenn der Gerichtsschreiber meint, dass die schwerste Lähmung die Glieder nicht getroffen hat] 
    1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 98
  • umb ein ferlichen slag 2 1/2 lb. newer heller [als Buße]
    1502 QFürstentBayreuth I 65
  • van injurie by faite: ... die maniere maect yemende te willen slane, wyperende met zynen messe, stocke of metter handt, injurieert, al en slaet hy niet, ende es te pugniere van den wyperinghe. maer slaet hy daernaer, zo pugniert men den slach 
    1510 Wielant,InstrCrim. 108
  • wunden, an welchen ... stellen des ... leibes die gehawen ... ader szunst mit trucken schlegen begangen ..., demnach sprechen wir scheppen ..., was ein kampferdige wunde irer arth und lenge nach sey, vor recht
    um 1520 MagdebSchSpr.(Friese) 93
  • hat P.A. [dem] H.W. zwu kampferwunden ... gehauen, und ist sulchs in einem auflauf geschechen, ap es auch mit mer schlegen ... geschechen ist, und sulchs purglich geclagt wird: so darf P.A. itzlich wunde sunderlich nit verpessern, sunder er verwandelt das alles genuglich mit einem halben wergelde
    vor 1524 LeipzigSchSpr. 231
  • de kleger mot sulfdrudde schweren, dat he der wunden edder schlege halven gelemet si
    vor 1531 RügenLR. Kap. 26 § 8
  • malefitzisch und vitzdombhenndl: ... wer vatter oder mueter vom leben zuem tod bringt oder sonnst mit schedlichen schlegen frävenlich hand daran legt
    1553 BairFreibf. 223
  • wann einer einem andern ein schlag gibt, mit einem spieß, 1. pfund ₰
    1574 SteirPGO. III 48
  • von rauffen vnd trucknen schlegen: so ainer ... ainen andern ... raufft oder mit der faust schlecht ... ist er auch schuldig, sich mit dem belaidigten nach erkantnus erberer ... schidleüth zuuertragen
    1577 KärntLGO. 8r
  • so ist doch aigentlich diß für ein injuri zue halten, wann einer ... mit schlegen angreifen und verschimpft würdt
    1654 NÖLO. V 2, 17 § 1
  • trockene schlaͤge. schlaͤge, die keine wunden verursachen
    1762 Wiesand 1101
  • beklagter ... solle der klägerin wegen derselben versetzten schlägen ... 3 gulden entrichten
    1773 Schindler,VerbrFreib. 243
  • den jüngling, der seinem beleidiger etwann einen kräftigen schlag sezt, wirft er [gesezgeber] nicht leicht in den entehrenden thurm
    1780/83 Pestalozzi,Werke IX 149
I 2 mit Todesfolge
  • se ðe on ðære fore wære, þæt mon monnan ofsloge, getriewe hine ðæs sleges [wer bei der Fahrt war, wo man einen Menschen erschlug, der schwöre sich von dem Totschlag rein] 
    688/94 (Hs. um 1100) Liebermann,AgsG. Ine 34
  • gif hine mon on ðam fierste geyflige mid slege oððe mid bende oððe þurh wunde, bete þara æghwelc mid ryhte ðeodscipe, ge mid were ge mid wite, ⁊ þam hiwum hundtwelftig scillinga ciricfriðes to bote [wenn man ihn (der wegen einer Schuld ein Stiftshaus als Asyl aufsucht) innerhalb dieser Frist schädigt mit Totschlag oder mit Fesselung oder durch Wunden, so büße man jedes nach gesetzlichem Rechtsbrauch, sowohl mit Wergeld als mit Strafgeld, und dem Convent 120 Schill. als Kirchenfriedensbuße] 
    892/93? (Hs. um 1100) Liebermann,AgsG. Af 1, 2, 1
  • slecht einer den andern mit knutteln oder mit andern dingen, daz mortliche slege sint, daz man kuset, daz einer dar von mochte sterben, dy slege behalden dy vorclage vor dy blutrunst
    1357/87 MeißenRB.(Oppitz) IV 4 Dist. 5
  • oft iement ten strijde wairt trocke, daireenen groten slach gevallen waire, ende niet weder en quame, ende het gepreuft wordde bij famen dat hij dair doot waire gebleven, die fame soude vollen thoen maken, desgelijcx die opte zee verdroncke
    1496 CoutBrab. II 2 S. 31
  • offenbarlich wirt ein tods kindlein (genant abortivum) durch schleg, durch fuestretung, durch sprung, durch val [palam fit abortivum per plagas, calcaciones, per saltus, per casum] 
    um 1500 Summa legum 611
  • deerste indicien waren ..., dat hy was een quaetslagher, dat hy ghedreeght hadde den man doot te slane ... daernaer comt eene oirconde ende zeght dat hy hem zach den slach gheven ende terstont loopen naer de kercke of dat hy hem tstick heeft hoiren kennen in jugemente ofte diereghelycke
    1510 Wielant,InstrCrim. 68
  • efte he weme erföre, de in stöeten und schlegen gewesen, dar de dode erschlagen, dat he sik de to beklageden wil vorbeholden hebben
    vor 1531 RügenLR. Kap. 10 § 12
  • were aber solcher todtschlag ... in einem ... tumult begangen vnd man nicht wissen konte, wer dem entleibten ... den schlag, dauon er gestorben, gethan, sollen sie nicht am leben, sondern ... extra ordinar ... gestraffet werden
    EiderstLR. 1591 IV 48 § 2
  • er [wird] wegen solcher begangenen ... entleibung, seines fuͤrwendens ungeachtet, daß er ... nicht vermeinet, daß der schlag so uͤbel gerathen solle, ... mit dem schwerd vom leben zum tod gerichtet
    1652 Carpzov,PractNov. I 7
I 3 als Strafe oder Buße: (zT. tödlicher) Hieb, Stoß mit Geißel, Rute (I 1), Pfahl (I 1), Schwert oä.; auch als kompensierende Strafe durch Rechtsgebärde (Beleg 1397/98)
  • svenne die vrone bode deme richtere geweddet, durch dat he ime an sime rechte versumt hebbe, so weddet he des koninges malder: dat sin tvene unde drittich slege mit ener gronen ekenen gart, die tvier dum elne lang si
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. II 16 § 4
  • so tv der abbit als ein wisir arcit. hat er ime zv irbotin di bewesal, die salbin der schvndvnge, di arcitteie der heiligin scrifte ... oder der bessemin slege vnd gesihit er daz allir sin vliz nit hilfit, so zv irbeite er ovh daz da merir ist vm in sin ... gebeit
    1. Hälfte 13. Jh. Selmer,RegSBened. 67
  • swer des vberzivget wirt selp dritte den shol geistlich gerichte ze panne tun vnd in sol werltlich gerichte mit slegen puͤzen
    nach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 155
  • swer dem andern sin trinkchen gwaltichlichen uz trait, der sol dem rihtaer zwen und sibenziͤkch phenning; hat er der niht, so sol man im zwen und sibenziͤkch slege tuͤn
    1299 PassauStR. 174
  • ob aber iemen slecht ainen loter oder einen bosen spilman, der daz mit worten oder mit ... unzuchten umb in hat verdient und bewert er daz, so sol er dem richter nicht geben nach dem geslagen, wan drei sleg, die sol er im vroleich dar zu geben
    1305 KremsSteinRQ. 12
  • ob aber ieman slecht einen leichten man, leicht einen lotter oder einen posen spilman, der daz mit worten oder mit andern untzuchten umb in hat verdient, und bewert er daz, so sol er dem richtter nichtes geben nach dem geslagen, wanne drei sleg, di sol er demselben vroͤlichen dartzuͤ geben
    1340 WienRQ. 112
  • nach der rede bot er [sant Silvanus] seinen hals dem haher zu slage 
    um 1370 LebenHieron. 154
  • scheldet auer ymant den ander met worden di an lif eren an werke vnd gude gan ... he mut sy schemeliken vor buten met der hand vor synen munt met eme slage 
    1397/98 BerlinStB.(Hs.) 93
  • ok sal di bodel wen he ymande tu kake sleit nicht er vphoren, di heren heitent dan em muntliken vphoren, sluge he darbouen, so mengen slach sal man em weder slan alse he bouen der heren bod sleit
    1397/98 BerlinStB.(Hs.) 94v
  • ab der botil den richter adir eynen andern an seinem rechte vorsewmte, was were der vorfallen? ... der richter sal im lonen mit des kuniges malder, das ist, das ... den botil sloen sal xxxvj slege mit eyner eychen gerten, die eynes dawmen dicke ist und eyner dawm elen lang [Cod. 9,14,1]
    um 1400 LiegnitzStRb. 100
  • noitzoiger ... den sal man an vyr phele ... bynden ... und sal dar eynen dorren ... eichen pfol spitzen, und yen den uff syn herz setzen, da sal dy jene en beseyt hait ... dry die ersten sleyge uf thun
    15. Jh. Dreyer,Neb. 182
I 4
als (erlaubte oder unerlaubte) Züchtigung
  • ein jeglicher herr mag sein gedinget gesinde, wegen ihrer verbrechung, mit schlaͤgen wol zuͤchtigen, und darff dafuͤr keine straffe leiden, sol ihnen aber keine wunden wuͤrcken
    1586 LübStR. III 8 § 10
  • so stecket doch ... den knaben die thorheit so tieff im hertzen, dass praeceptores nicht allein mehr straf-wortte ... brauchen, sondern auch der schlaͤge undt streiche nicht gemüssiget ... sein können
    1670 Weimar/MittSchulg. 8 (1898) 346
  • [ein schulmeister soll Schüler] nit mit ungepürlichen schlegenn und straiffen beschwehernn oder belestigenn
    nach 1676? RheingauLändlRQ. 64
  • niemand derer dorfseingeseßener soll sich unterstehen, dem dorfs vieh- und feldhirten weder mit schlege zu begegenen oder demselben mit ... groben scheltworten anzufahren
    1753 SchleswDorfO. 354
  • daß die hatschiere und stadt- auch amtsknechte die zu transportiren habende arrestanten nicht mehr mit schlaͤgen behandlen sollen
    1770 SammlBadDurlach II 161
  • das gesinde ... kann ohne erhebliche ursachen aus dem dienste nicht treten. die erheblichen ursachen, welche aber der dienstbothe beweisen muß, sind ... a) wenn die herrschaft das gesinde mit schlaͤgen behandelt
    1801 Bewer,Rechtsfälle VI 98
I 5 im Seerecht: zur Ordnung rufender Hieb mit Hand oder Faust
  • ist dat de meister enen slaet, hi is eme sculdich te verdragen enen slach mitter hant off mit der vůst; men sloghe men en meer, he mochte sik wol weren
    Anf. 15. Jh. Telting,SeeR. 14
  • eft de schipher ienigen schipman sloge myt der hant efte vust, he ys schuldich enen slach to vordragende, vnde nicht mer, ane were
    1497 HambStR.(Eichler) P 20
  • isset dat de meester eenen slaet he is hem sculdich te verdraghen eenen slach mitter hant oft mitter vust men sloghe men eenen meer he mochte sich wol weren unde sloeghe enich scipman den meester he verboerd C. scillinghe of de vust
    1537 FlandrCop9 S. 37
  • wenn de schypper eynen van den schypmannen mith der handt sloͤge, de schypmann ys ehm schuͤldich eynen slach tho vordregende, sloͤge he ehn auerst mehr, so mochte he sick wol weren
    1555 WaterR. B IIr
I 6 Hieb als Folter, hier von Zeugen
  • ende de rechten seggen, eest dat een getuyge onbekent is ende vacilleert in zijn woorden, tuyghende ... onverstandelijc met anxte ende met twijvele, dat men dijen met slagen castijen sal, zunderlinge als men iemende betuygen wille van crimineelen saken
    1496 CoutBrab. II 2 S. 104
I 7 Hieb beim gerichtlichen Zweikampf
  • mit deme dritten slage sal he zu ieme kumen also nahe, daz he treffe sinen schilt oder sin swert oder den man selbe. wenne daz also geschit, so hat he in rechte gesuchet
    um 1300 FreibergStR. 27 § 18
I 8 wieRitterschlag (I) 
  • hi bibad hit him tha keninglike, alle thi fresa, ther were sterik and rike, thet iha anne slag and ihera witta hals scolde him vndfa, therefter moste hi ridder biliwa [er (Karl d. Gr.) gebot es ihnen damals königlich, dass jeder Friese, der stark und reich wäre, einen Schlag auf seinen weißen Hals empfangen sollte, danach dürfte er Ritter bleiben] 
    um 1300 HunsingoR. 116
I 9 Ohrfeige, hier als Zeichen der Inbesitznahme eines Eigenmannes (I) 
  • soe wanneere he oen vertueghet hevet, soe sall he (sich) sijnre onderwinden myt rechte ind myt enen halsslaighe of he wil. ind den slach hevet die here voir sijne buete
    1426/40 KleveStR. Art. 96
II durch den Schlag (I) verursachte Verletzung; iVm. blutig (I), blutend stark blutende Wunde, iU. zum trockenen Schlag (I 1), was entscheidend für das Strafmaß ist; oft formelhaft mit Wunde 
  • wůrde ein man mit steben geslagen ... vnde die slege brůn weren vnde blâ vnde vf erhaben: mach her des den richtere zů geziůge haben vnde die dingliute, daz sie iz gesehen haben vnte gehort, iener ist naher, einen kamph vf in zů brengene, dann is iene liute mit irme rechte vntgen mvͦgen
    1261 MagdebR. II 1 S. 7
  • zwene der vier vnd zweinzigon schowint des klægirs wunden, ob sv̍, durh hut gat vnd dur bratin, also daz si mag heizen ein bluͤtendig slag 
    1275 Freiburg i.Br./CorpAltdtOrUrk. I 258
  • wer en man gheslaghen, that he legherachtich wert, unde kumt he up, unde wert he na dhere tit besen van goden luden tho dher kerken ... unde storve he dharna, dhe ene sloghen dhe ne dhorven nenen mort beteren mer slaghe ofte wunden, ofte he dhe hadde
    1303/08 BremRQ. 94
  • sluge ... eyn man seyn weib, also das si blutronste adir blaw slege hette, vnd das mit den scheppen belegit were, vnd dy frawe ... ginge dornach czu wegen ... vnd storbe dornach ... torste der man dorczu seyn recht tun, das seyn wib von synen slegen nicht gestorben were, zo blibet her dorumb billich vmbekummert
    1359/89 MagdebBresl. 119
  • den selben todten koͤrper vor der begrebnuß mit fleiß besichtigen vnd alle seine entpfangene wunden, schleg vnd würff ... verzeychen lassen
    1532 CCC.(Schöffer) Art. 149
  • so einer zuschlagen wuͤrde, das die schlege braun und blaw wuͤrden, kan man nicht darumb peinlichen klagen, sonder mus sich an der busse genuͤgen
    1561 Rotschitz 91v
  • denselben todten coerper vor der begrebnuß mit fleiß besichtigen vnd alle seine empfangne wunden, schleg vnd würff, wie der yedes gefunden vnnd ermessen worden mit fleiß mercken
    SteirPGO. 1574 I 112
  • wuͤrd ein mensch ... toͤdtlich geschlagen, das er sterben mus, man sol eines jedes schlag ... beschawen, damit an den tag kome, welcher moͤrderisch
    1583 SiebbLR. IV 3 § 6
III von Münzen: Prägen, Ausprägung; Münzzeichen, Münzsorte, meist iVm. Attributen, die das Gewicht angeben oder den Prägeort, an dem der Münzschlag (I) stattfindet, meton. auch: Privileg der Münzprägung
  • hirumme ne schal ere muntmestere von C. nene pennige slan, he ne hebbe tůvoren unses herren muntmestere vorwisset tvelf punt tů dheme slaghe maidheburchscher pennige
    1294 MagdebUB. I 102
  • we ... scolen oc dat weren ... mit goden vlite, dat men anders nerghen uppe den slach penninge sla
    1322 HannovUB. 137
  • ist daz iemant ... unsers landes notturft vuert auf aim wagen, waz iz sei, der geit ein phennige, wenne man die muncze vorneut ... der ain phenninck hat gegeben, der sei ledick uncz czu dem andern slag 
    um 1330 BrünnRQ. 372
  • das ... in deutschen landen nyemand dheyne muncze haben sol, ... die man uf denselben slage oder uf unser muncze zu Erlangen sleht
    1390 RTA. II 291
  • ok gan hir vaste valsche pennige, de up unsen slach geslaghen werden, dar hoyde sek malk vore, dat he dar neynen schaden under en neme
    Anf. 15. Jh. (Hs.) HalberstUB. I 581
  • guldynne rynischis goldis, gut am golde, gerecht am slage vnde swer genug am gewichte
    1414 HMeißenUB. II 402
  • ok schal nyn muͤnter pennynge bernen, de bynnen syner tiit geslagen sint up der stede munte, de tosamende den slach holden, den he sleit, noch de de he sulven slagen heft up den slach 
    1417 HanseRez. VI 381
  • dat alle, de vmme vns beseten, mit erer munte benedden vns gevallen sin, dat wi gerne vorbeteren wolden, ofte wi mochten, wente wi se dar nenerleye wis to bringen konen, dat se mit dem slage bi vns bliuen willen, men van dage to dage sik vorneddergen
    1428 LübUB. VII 151
  • wer ander gelt, es wär welcherlai schlag das wär, außgeb, dann weiß augspurger dn., ... solt er zu pueß geben ie von ainem dn. 3 dn.
    1450/68 AugsbChr. II 224
  • darumme daz kein phundisch slag an keyner muntze in dem lande ist
    Mitte 15. Jh. MagdebSchSpr.(Friese) 368
  • funff schock grosschen czinse der muntcze, des slages und wirde, dye man in unser stad zcu geschos ... nymmet
    1473 KamenzUB. 104
  • das dise nachgenannten vier slege, nemlich bademer, wirtemberger, costentzer und ulmer pfening und schillinger, ... hinfür genomen ... werden sollend
    1475 Wielandt,BadMünzG. 338
  • J.B. ... vmb versukunge willen orer g. munte vpp deu slach der siluergroschen, alse dy by em gefunden sint, dar hy dy gemeyne lude mede bedragen heth, up syn bekennet ... is hy gebranth
    1479 ZerbstFemb. 28
  • dath to Rige welcke Russen ... valsche munthe inth lanth gebracht hebben, und sullen wesen schillinge up den wendesschen slach geslagen, als nemelicken upp eyner syden unse wapen und upp der andern siiden dath revelsche krutze
    1493 HanseRez.3 III 103
  • da köpft man H. ..., der ... het etlich valsch küpfrein oder messein guldein gemacht auf markgrafisch slag 
    1506 NürnbChr. V 572
  • wann der kauffschilling in goldt- oder silbersorten were erlegt ... worden, so mag der jaͤnig, der den kauff züchen wil, die ersatzung ... in glychen oder anderen sorten nach dem schlag und würdigung, so jee zur selben zyt solcher sorten halb waͤre, erstatten
    1615 BernStR. VII 2 S. 755
  • die vier schläg der ducaten, namlich hungerisch, spanisch, venedisch und türkisch
    1655 GraubdnRQ. I 306
IV
auf ein Handwerksprodukt gedrücktes Zeichen, Stempel eines Handwerkers
  • daß kain mayster deß handtwerks deß anderen zaichen uf die arbeit schlahen [soll] ... vorbehalten, das jeder sohn seines vatters schlag gebrauchen [darf]
    1605 SGallenOffn. I 55
V (in Holz gehauene) Kerbe (I); ua. als Beweismittel
  • ein jeglich hůber, wenne er kunt mit sine zinse ... vf den ... hof, vindet er des foͤrsters heime nit, so sleht er drige slege mit eime messer in den nesten stecken, die soͤnt sin gezúge sin, dz nieman die zinse von ime empfohen wolte, vnd gat ane besserunge dannan
    1382 Elsass/GrW. IV 74
  • slecht oder sticht er in ain thür, das man den slag oder stich sehen mag, so ist das wanndl 20 ß ℔
    1512 (Hs.) Kaltenbaeck I 189
VI Hieb auf einen Gegenstand, als symbolischer Akt

VI 1 Hieb des Richters oder Amtmanns mit Beil oder Hacke auf ein Gebäude oder einen Gegenstand, dessen Zerstörung von Amts wegen erfolgen soll
  • die richtere sal to deme ersten mit enem bile dre slege slan an ene burch oder an en gebu, dat mit ordelen verdelt is
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. III 68 § 1
  • swelch haus oder purg mit vrteil verteilt wirt da shol der richter ze dem ersten drei slege dar auf tun. dar nach shuln die leute alle dar gen mit eksen vnd shuln havwen vnd ravmen vnz daz haus ob der erden zerbrochen vnd zerfuͤrt wirt
    nach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 132
  • ob [ain vischer] des [Abgabe des Fährlohns an den Amtmann] wider weͣr, so sol man der zullen ir recht tuͤn als von alter ist herkomen, und sol der ambtman ain hakchen nemen und sol den ersten slag darin tuͤn
    1450 NÖsterr./ÖW. VII 926
VI 2 heftiger Klöppelschlag auf ein Brett nach Beendigung einer Ratswahl
  • nach geendigter wahl [des raths] wird die thuͤr eroͤffnet, und vom nachrichter dreimahl, zu jedemmahl mit dreyen schlaͤgen ans bret geschlagen, und dasselbe herunter vom rathhause geworffen
    17. Jh. RevalStR. I 248
  • so bald der nachrichter die neun schläge gethan hatte, gingen sämtliche glieder e.e. rathes prozeßionsweise aus der rathsstube
    1752 Rostock/D.W. Poeck, Rituale der Ratswahl (Köln 2003) 222
  • nach dem glockenschlag schlägt der frohnen das brett, so an dem äußersten pfeiler des rath-hauses ... gehänget, mit 3 mahl 3 schlägen an
    1754 Rostock/D.W. Poeck, Rituale der Ratswahl (Köln 2003) 222
VI 3 Hieb auf einen Stecken zum Zeichen des Aus- oder Abgrenzens aus der Gemeinschaft
  • so ain richter ansagt ainer ganzen gmain und ainer nit kumbt, so soll der richter dem selbigen ain steckn fur die thur schlachen und ain ieder aus der gmain sol drei schleg auf den steckn thuen. der selbig ist dem herrn verfallen 5 tal. ₰
    1480 NÖsterr./ÖW. VII 90
VII (oft amtlich) festgelegter Verkaufspreis insb. für Wein, Getreide und Fisch; auch als Grundlage für die Berechnung von Darlehen auf Naturalien und für eine Geldabgabe anstelle des Naturalzehnten; insb. beim Verkauf von Früchten vor der Ernte: auf den Schlag zum nach der Ernte offiziell festgesetzten Preis
Sachhinweis: E. Gothein, Wirtschaftsgeschichte des Schwarzwaldes u. der angrenzenden Landschaften (New York 1970), u.a. S. 508 f.
  • dat nyemant ennigen slach en sal maken, tsi van vysch ... of van anderre ennigen comenscappen ... anders dan hij daer blijuens gelts in des coepmans hant voer geuen sall, ... vp dat ander lude, die die copmanscap mede nemen vp dien slach, nyet bedrogen en werden
    um 1415? NijmegenStR. 45
  • meister und rat habent ... geordnet ... das nů hinfur nyeman kein win in K. ban ... gewahssen in keinen andern bann verkauffen, ouch nyeman an schulden geben ... nach frombden zů kouffen geben sol ußwendig des slags, der eins jeden jars von den gesten und kouffluten ... gemacht wurt
    1459 SchlettstStR. 1021
  • en sullen sy niemant visch ... van dem marte, noch us dem koufhuyse ... heimdragen, ... der slach en sij irst van den underkeuferen gemaicht. und wer yrre gesinnet, as der slach gemaicht is, dem sullen sy gutlichen voulgen
    1487 QKölnHandel II 528
  • das alle die, so win koufen woͤllen, jetz anfangs dehein maͤrckt besliessen, sunder den kouf uf einen gemeinen slag, der dann byß sant-martins-tag eroffnot wirdt, thůn sol
    1516 BernStR. IX 1 S. 211
  • das hinfurther so faß, haw, stroe oder pfele in unnser landt des Ringgaw zu feylem kauf bracht wurden, sol der schlag oder khauf desselbigen durch niemants anders dan die underkhauffer ... gemacht werden
    1527 RheingauLändlRQ. 556
  • doch woͤllen wir hiemit, an woͤlchen orten der schlag in früchten zůmachen sonderlich im brauch ist, das derselbig jnen hiemit vnbenommen sein solle
    1552 WürtNLO. 17r
  • hand min herren den schlag umb den kernen, so man der statt zinßen [soll], gmacht, von dennen die nit buwenndt
    1564 Argovia 67 (1955) 189
  • daß dasselbig fuͤrleihen oder zuvoraußgeben anders vnd mehrers nit, als auff dem schlag vnd gemeinen kauff, was nemlich der wein, oder traidt zu zeit deß contracts ... gelten wuͤrdt, beschehe
    RPO. 1577 Tit. 19 § 3
  • daß ... vnderthanen ... durchs iar auff jhre wein vnd fruͤcht gelt entlehnet vnd fuͤrter nach eyngebrachter erndt ... dasselbig mit wein oder fruͤchten auff den schlag, wie solcher jedes orts vnd ampts iars zu bestimbter zeit ... durch die obrigkeit gemacht, erstatten [bleibt erlaubt]
    1582 PfalzLO. XIV 8
  • auff den gemeinen schlag mag einer gelt auff frücht vnd wein leihen
    1582 SausenbergLO. C iir
  • [Pater will] keine früchten auf den schlag oder sonsten hingeben, ich werde dann mit genuegsamer bürgschaft versehen, damit ich ... in keinen schaden ... gerathen ... möchte
    1594 FreibDiözArch. 4 (1869) 245
  • es sollen ... jaͤrlich sonderbare versamlungen ... gehalten werden, ... damit ... ein gewüsser schlag vnd gebürliche ordnung gegen denn wirthen der vhrtenen halb ihrer gesten gemacht werde, wie auch wegen der zehrung der rossen, nach dem sy es dann billich ... erkennen werden, je nach dem gemeinen schlag des gethreidts, weins, hoͤuws vnnd anderer sachen; bey welchem schlag es dann durch das gantz jahr ... verblyben soll
    1616 WaadtStat. 30
  • was aber einer für bergsgnoßame ... allein zu seiner notturft ... bestan wird, sol dar zu kein zugrecht syn ..., es sollend aber ... die weiden ... von niemand vertüret, noch deswegen höher empfangen werden, dann wie der gemachte ordenliche schlag und die landsordnung der orten vermögen wird
    1623 SaanenLschStat. 242
  • können die ... besitzere zu R. dem hrn. thumbprobstey-schafner die fruchtbodenzins ab güteren, darauf keine früchten gebauen werden, in gelt nach dem schlag abführen
    1728 BaselRQ. II 251
VIII
(Erst-) Gebot bei einer Versteigerung
  • der schlag, dadurch ainer den anderen von dem zehnden schlachen mag, sol sin nit under ainem müt und an gelt nit under ainem halben ort aines guldins
    1547 Zürich/SchweizId. IX 196
  • die verpfachtung unserer domainen ... sollen geschehen ... bey ausgang zweyer kerzen, die erste auf den schlag, die andere auf den pfacht
    1653 HistBeitrPreuß. II 60
IX Zustimmung, Einverständnis
  • daß ... erben den todt des ... lehnträgers inwendig dreißig tagen anzukundigen, das eroffnetes lehn zu vertätigen, oder ... inwendig acht ... tagen, es seie gleich pferd oder rind darzustellen, des schulteißen keur oder schlag daruber zu erwarten [haben]
    1616 RhW. II 1 S. 143
X jn. in die Gewalt des bitteren Schlages geben jn. in die Acht erklären
XI Glockenschlag, als Zeitangabe
  • als men raidt houden sal ... opten slach van vii uren ... des smorgens, ende aldair te blijven tot dat x uren geslaen zelen zijn
    1496 CoutBrab. II 2 S. 205
  • sollen die jungfern ... nachmittages von zweien biß zue vier schlegen ... zue chor gehen
    1606/14 Bremen/Sehling,EvKO. VII 1 S. 40
  • wann nun in derjenigen kirche, da die leiche hingetragen werden soll, die uhr zwey oder drey schläget, in puncto solches schlages soll der cantor schuldig seyn, denjenigen gesang, den er bey der deduction der leiche gebrauchen will, anzufangen
    1649 Sachs,BerlinMusikg. 105
XII Schlagtor, Tor mit einer Zugbrücke
  • swas gebrechnis sy an der stat mure, ... an zuynen, an slegen, an wegen, ... ob man is nicht gedenket zu nennen, das is dy ratluyte der stat sullen richten
    1324 BreslUB. 103
  • eyn olt wonheyt unde recht ... to Gottingen, dat we ... unse amptlude, man eder denere eder nemend anders enschullen noch nemoghen iemende angripen ... bynnen der stad ... eder darenbuten, alse der stad sleghe eder tzingelen wendet, he enbringe one denne vor gherichte in de stad
    1367 GöttingenUB. I 235
  • schal ock nemant by nachte buthen den schlagen höden by eynenn wispele haueren
    15. Jh.? GardelegenStat. 47
  • [Pflichten des] thornhuters und phordteners: er soll sich stets ... uff der phorten halten und nit darvon gehn ..., die schlege morgents und abents zu rechter zeit uff und zu thun
    1526 RheingauLändlRQ. 98
  • ein gulden den schutzen daselbst zulone von der phorten und dem schlag off undt zu zethun
    1529 (Hs. 1643) RheingauLändlRQ. 33
  • [Buße] 6 1/2 ß: ein bauer ..., das er wider den schlag gefaren vnnd dem pfortner bose worte gegeben
    1553 KasselStRechn. 219
  • so einer ... des fleckens vestung, pforten, graben, häge, schläge und dergleichen beschädigen würde, soll an ein frevell gewiessen werden, doch daß er den schaden nach erkanndnus des schöffen zu kehren schuldig sey
    Ende 17. Jh. ArchHessG. 9 (1861) 148
XIII Taubenschlag oder -haus; auch als Vogelfalle
  • es sol auch nieman kain taubhaus haben noch kainen schlac, mit er dehain tauben gevahen müge
    13./14. Jh. NürnbPolO. 328
  • soll auch niemand tauben-schlaͤge halten, die man zuziehen kan, noch darein schlingen ... legen, andern ihre tauben abzufangen; ... solche schlaͤge sollen ... jaͤhrlichs oͤffters unversehens besichtiget und die ubertretter gestraffet werden
    1666 GothaLO. II 3 Tit. 23
  • daß ... zu saat- und erndt-zeiten hingegen der ausflug gaͤnzlich abgestellet seyn und jedesmal die tauben in denen schlaͤgen zu halten befohlen ... werden solle
    1753 SammlBadDurlach III 369
XIV Stollen im Bergbau; in Hall in Tirol: Abbaufeld am Berg bestehend aus vier Eisen (VIII 2) 
  • daz wir verlihen haben H. ... ain perchwerch, ain eysen an dem slage, daz der P. von T. gehabt hat, mit allem dem rehten
    1317 Tirol/ZRG.2 Germ. 48 (1928) 259
  • den slag den der M. ... und seÿn geselscheft hant angehaben zu pewen in dem prant schachte, denselben slag, den sal man nicht hÿndern an wind und an wasser
    1378 MHungJurHist. IV 2 S. 7
  • solle er, bergverwalter, ... jederzeit dahin bedacht seyn, damit guet und frisches wetter in der gruben beybehalten, folgsamb die laͤuͤff- schlaͤg- und stoͤllen in erforderlicher hoͤche und weithe angegeben und getriben ... werden
    1750 Ungarn/Schmidt,ÖBG. II 8 S. 299
XV abgeteiltes Stück Land
Sachhinweis: LexMA. VII 1474

XV 1 Waldanteil einer best. Größe, der zum Holzeinschlag bestimmt ist; auch: die dort zum Fällen vorgesehenen Bäume (Beleg 1521) und die abgeholzte Fläche (Beleg oJ.); meton.: Holzeinschlagen (Beleg 1815)
  • una potestate silvatica que proprie dicitur eyn slach 
    1347 QKleveÄmter I 73
  • wär aber sach, daz ainer ain slag enphangen hiet, und hiet holz darinn geslagen und liess das ligen, ... der sol kain freiung nicht haben
    1486 Puntschart,QGGörzTirolBergR. 513
  • es sullen auch die waͤld vnnd sleg also hingelassen und verlihen werden, vnnd ainer geselschaft nit mer dan ainen schlag 
    1517 MaxBO. Art. 114
  • wo schleg sein vnnd yemanndt sein vich darauff trib vnd der schlag vnnder dreyen jaren ist, so sol man dem des der slag ist von dem haubt geben segss pfenning
    1518 BairLRRef. Tit. 35, 2
  • bey obuermellten gůetern zu W. ... sein neben den holtzmarchen, zu denselben gehörig, zwen sleg holtz, die man ... vber 15 oder 20 jare abgibt; und ist der negst slag ... verkhaufft worden dem F.z.W. vmb 8 g.
    1521 Indersdorf II 271
  • sollen ... an gelegen enden in oder bey den maissen in den hogen etlich fruchtper scharpaum unnd samdachsen zu hayen unverhackht gelassen werden, damit dieselben verhackhten schleg unnd maiß desbas bey dem sam beleiben unnd widerumben auff ein neus ansezen unnd jung waldt erwachsen mögen
    1529 SalzbWaldO.(FRAustr.) 77
  • funde der ... flurschutz imant mit einem wagen und pferden in eins andern schlag, sal er ... verbuszen mit der hochsten busz
    1534/54 Franken/GrW. VI 56
  • [Übschr.:] daß die gaiß an den hoͤltzern vnd schlegen nit mehr sollen gestatt werden
    BairLR. 1616 S. 746
  • daß man die neu gemachten schlaͤge best moͤglichst conserviren ... und vor dem fuͤnfften jahr inclusive nicht, sondern erst im anfang des sechsten jahrs, mit dem vieh ... verwaiden lassen solle
    1699 Weißenburg i.N.Stat. 282
  • geiß-vieh, welche denen hoͤltzern, besonders den jungen schlagen ... schaͤdlich
    1705 KlugeBeamte I2 566
  • vorschriften fuͤr die ausuͤbung [der forstgerechtigkeit]: ... verbot des schlags in unnuͤzen faͤllen
    1815 Mittermaier,VersuchPrivR. 53
  • ob sich füget, das sleg in dem forst gemacht wurden die doch von des wildpanns wegen verpoten sind, darauf sol niemantz treiben noch hut dar auf tun mit seinem viech
    oJ. Bayern/GrW. VI 196
XV 2 Anteil an Feld und Wiese, Gruppe von Ackerstücken
  • die slaghe, die onse here ... heft doen schlaen ..., die gelegen syn tuschen T. ende den V. ..., alse gegaen syn tuschen heren ... ende gheloven allen denghenen, die dese ... slaghe von der ghemeynte hebben ... ende hern D. dat hem togeschlagen is, voer den cost te weren
    1346 QKleveÄmter I 72
  • ende toe dien vyff hoeven, doe geven wy selver een hoeve toe, die ons gevallen was van onssen slaege aen die vyff hoeven ende alsoo zyn der hoeven ses te samene
    1417 (Hs. 1608) Iterson,MarkRhenen 3
  • ein altentheil ... dies bestehet aus einem zum hofe gehoͤrigen kathen und aus einem morgen acker in jedem schlage, wenn das feld dreyschlaͤgig ist, oder einem halben morgen in jedem schlage, wenn es vierschlaͤgig ist
    1786 Gadebusch,Staatskunde I 290
XV 3 Deichabschnitt; dessen Erhaltung wird von den Anrainern gemeinsam finanziert
  • waer eenich slach becoert wert, daer en sal die richter niet over riden
    1366 Beekman,DijkR. II 1459
  • dat hy mede houden moeten den dijck ... 2 slaegen, dat zy mitten handt onderhouden, sonder dat zy daeromme eenigen ommeslach maicken
    1514 InfHollant 231
XVI
Art, auch best. Gruppe, Weise, Form

XVI 1 von Menschen und Tieren
  • na sinem dode oeuerst schal men dat landt schifften vnde deelen vnder alle sinen kinderen, de mit eme in gemenschop weren (so mennich kuld, dat js vnder so mennich schlags kinder, de he hefft) alse ander vaderlike landt
    1593 JütLow. 1590 I 6 § 6
  • so nu ein man eines mannes korne mit ringerem talle (alß xij van jderem schlage vehes, als voergemelt js) nichtigede vnde vordelgede: so kan men disse daedt nicht tho herrewercke deelen
    1593 JütLow. 1590 III 49 § 1
XVI 2 von Sachen: Vorgehensweise, Art und Weise
  • wie es mit dem untergericht zu halten, ob dasselbe nicht allerdings wieder auf den alten schlag zu richten, die summa zu mindern ... die partheyen ... hinter den vorhang abzuhoͤren, oder die procuratores gar abzuschaffen
    1652 Lahner,Samml. 117
XVII Schicksalsschlag, Unglück, Unheil in Form einer Krankheit, zB. Schlaganfall
  • swer uil eide swert der wirt vil eide erfuͤllet vnd kvͤmpt der slac uon seinem hause nicht
    nach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 155
  • daz ich hin fuͤr nimmermer noch meiner prueder chainer noch meiner erben chainer chain foderung noch chain ansprach noch chain manung vmb di selben schuech schullen haben, wann ich sein noch mein foderen chain recht haben gehabt, wann iz nicht anderz ist gewesen den ein erung, vnd wer ein grosser slach meiner sel vnd meiner foderen sel vnd aller meiner erben sel, ob di selb erung nicht abgieng
    1286 CorpAltdtOrUrk. V 238
  • also daz iz [eyn freuwichin] der slag geslagen habe gehabt, daz iz nit wegefertig were unde auch siner virnunfft nit wole hette
    1426 Erler,Ingelh. III 154
  • als herr F. B. etwas von dem schl[ag] begegnete ... ward erkennt ... dieweyl weder klag der gemeind noch mangel in der leer, ouch kilchen das erheische, sölte man inn bis uff wyter zuofall bliben lassen
    1573 SchweizId. IX 190
XVIII Gegenwehr, Gegenschlag; hier: durch Brandstiftung an Haus und Hof
  • ac ieuet him ni cume, and hi thet mit withem bireda mughe, thet thiu morthdede efter enre ohtere den se, thi letera slek nerth naute grat [und wenn es (das Strafgeld) ihnen nicht zuteil wird, und er (der Brandstifter) es mit Zeugen beweisen kann, dass die Freveltat als Vergeltung einer anderen begangen ist, so wird der spätere Gegenschlag keineswegs hoch (gebüßt)] 
    14. Jh. EmsigerR. 44
XIX Zusammenstoß, Aufprall, hier von zwei Schiffen
  • voort id ghevalt dat een scip licht ghemeert in eyn havene und een ander scip komet mitten ghetijde unde breket dat ander scip datter ghemert licht so dat vanden slaghe wijn oft ander gued schade heft de schade is sculdich zijn gedeelt by prijse under beide de scepe
    1537 FlandrCop9 S. 34
XX Unwetter, zB. Hagelschlag
vgl. 2Schauer
  • han gegeben nach minem tode ... dem conuente ze M. ze gemainer pfrvnte den hof ... pei E., besvhten vnd vnbesvhten iz slach schawer oder pisæz vnd landes vrlevg des sol mein sel nicht engelten vnd avch mein jarzeit
    1299 Regensburg/CorpAltdtOrUrk. IV 595
unter Ausschluss der Schreibform(en):
unter Ausschluss der Schreibform(en):