Schreibkunst, f.
Schreibkunst, f.
I
Befähigung zu schreiben (I), auch zur Schönschreiberei
-
daß die jenigen, so ... weder schreiben noch lesen künnen, seien entschuldiget [vormuͤndtschafft] zunemen, wiewol der schrifft oder schreibkunst vnerfarne doch auch wol zu verwaltung der geschaͤfft tuͤglich ... sein künnenGobler,Inst. 1552 Bl. 28r Volltext (und Faksimile)
-
[Buchtitel: J.v.d. Velde] spieghel der schrijfkonste [Rotterdam 1605]
-
[von den Schulfächern:] endlich von der schreibekunst ist auch ein wenig zu melden. die music und rechenkunst möchten auch mit hieher gezogen werden1619 Weimar/SchulO.(Vormbaum) II 237 Faksimile
-
jeder aufgedingter lehrjung [soll, um] die schreib- und rechenkunst voͤllig zu lernen, sich auf 6 jahrlang zu dienen versprechen1665 Nürnberg/SchulO.(Vormbaum) II 635 Faksimile
II
wie Schreiberkunst
-
welcher den gradum eines geschwornen und ordenlich creierten notarii begeren wirt ..., daß er bereits drü jahr lang in einer schreybstuben sich gebrauchen laßen, der schreibkunst obgelegen und in derselben die ervorderliche wüßenschafft erreicht habe1661 BernStR. VII 1 S. 548 Faksimile
III
Schriftkunde, Schriftanalyse
-
bey [vergleichung der handschriften zur Beweisaufnahme] ... liegt eine reflexion, ein schluß aus aehnlichkeit der handschriften zum grunde, wozu besondere kenntnisse der schreibkunst erfordert werden1801 Gönner,GemProz. II 482 Faksimile