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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): 1Schröter

1Schröter

, m.

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afries. auch skreder(e) 

I (zunftgebundener) Schneider (I) 
  • sulen wir alle iar von vnsern burgærn sehs welen, zwên schroter vnd vier vz den selben lodwurchæren, di bi ir triwen vnd vf ir aît dar zv sehen, daz di sætze wol vnd schon behalten werden
    1283 Passau/CorpAltdtOrUrk. II 45
  • ist, daz ein schroter ein meister einem manne sin gewant verterbet mit dem snidene ... daz sal he tragen unde wisen den meisteren, daz iz di besehen. di sullen pruven ... wi dem gewande geschen si, unde sullen den schroter heizen ..., daz he daz widertu
    um 1300 FreibergStR. 45 § 4
  • swer ouch gewant snidet, er si gewantsnider, tuchmacher oder shroͤter, der schol sine elle tychte nach der stat elle
    1322 Zeitz/QÄWGMD. II 61
  • sullen si [Bewohner der Neustadt] da selbs [in der Altstadt] keyn hantwerk haben, wedir becken noch kretzmer, vleyschewer, noch schrotther, noch schuworten
    1336 Schweidnitz/Tzschoppe-Stenzel 541
  • de scrodere de en scolen neyne ghilde hebben, unde en scolen neyn ghesette noch lovede under sick hebben
    vor 1340 GöttingenStat. 32
  • so we scrodere wesen wil in unser stad, de scal van alles weme, de id van eme eschet, untvangen dat want dat he sniden scal by der wicht
    1349/1416 BremRQ. 47
  • dat wy ... hebben gheven den schomakeren unde den schroderen in unser stat eyn werk, ammet unde ghylde myt aller tubohorijnghe
    1353 GarzStB. 39
  • wo man vyndet eynen schroter, der eyn tuch teylte vzwendik der kemeren me, wenne an dri stukke, der sal sin bestanden eyner halben marke
    1353 LiegnitzUB. 133
  • schullen de olderlude [der Bruderschaft] twe nie olderlude keesen, einen uthe dem werke der schradere, den anderen uthe der sammeninge der anderen broedere
    1362 HildeshUB. II 118
  • weret nu dat de schradere ... jemende overnemen mit schratlone unde queme dat vor den rad, de scholde dat vorboͤten
    1379 GöttingenStat. 64
  • wilch schroder of schorre gepant sal werdin, den sal man penden mit zwen verdeynden brůderin
    1388 Ennen,QKöln I 366
  • weret wyf eder man dy clageden aver scroder eder scherer dy eres wandes nicht vul en funden
    1393 Riedel,Beitr. 338
  • [Übschr.:] der scrodere schraa
    Ende 14. Jh. Stieda-Mettig 478
  • vindet men hir der scradere recht, der beckere recht unde scernetins, der molnere recht
    14. Jh. BrschwChr. I 12
  • W. der schroter dedit 10 sc. von der buden
    1403 MarienburgKonvB. 100
  • ses ammete, de sin gheheten de luttiken ammete, alzo kremer pilzer scroder smede hoker unde wullenwever
    1405 DortmStat. 241
  • schroͤter, schneider, altwelcker, die soͤllen auch ein banerrecht haben zu fuͤhren
    1408 (ed. 1574) Ekhardi,MagdebR. VIII 25, 4
  • we den scraderen hense vorkopen moghen, dewile se neghen und scradwergk oyven. - darup so heft uns de rad gheseget, dat we des nicht don en scolen, dewile se scradere sin unde scradwergk oyven
    1409 GöttingenStat. 418
  • we dat ampt der scrodere winnen wil ... schal ... den olderluden gheven vor 4 ß beer
    1418 PommJb. 2 (1901) 138
  • duet een man sijn dingh den anderen wat thoe neyen of thoe werken, ind dat ghestaelen wort, ind wort die dief daermede beghrepen, die koere is des mans, soe wer hee op den scroeder of werkmeister wil sijn gelt vorderen of hie will diefft claeghen op den dief
    1426/40 KleveStR. Art. 121
  • dit sijn die ghilden die toe saemen van den ambochten ind neringe toe C. ghesat ind gevueget sijn ... item ghewantsnydere, scroedere ind doeckscherre
    1426/40 KleveStR. Art. 463
  • efft dar en man effte vruwe wechstorve, unde de nakomelinge schelafftich worden umme enen hoyken, we de bewisinge heft van sinen naburen, unde deme scrodere deme se to meten is, unde erst to der kerken dreghen heft, de schal dene hoyken beholden
    DithmLR. 1447(Eckh.) § 217
  • [Vergleich in einem Streit:] dat desse ... elven personen der scrodere ... eres scrotwerkes bruken mogen de tyd eres levendes
    1480 Wehrmann,Zftr. 428
  • to dem schomakerampte hören de töffelmaker, to dem schmedeampte kleinschmede, büssenschmede, schwerdtfegers, mestmakers, to den schrädern de querscheerer
    1561 Beccau,Husum 347
II
Person, die Münzen in krimineller Absicht beschneidet; Kipper 
  • soe ... bigripen wirt ... en scrodere onder der schera iefta mit sine falscha andwirke, soe ne heerth deer ferra nen riocht toe, hit ne were dat ma him dae ferra hand ofsloeghe [wenn ... ein Münzbeschneider mit der Schere oder mit seinem falschen Gerät ertappt wird, so gehört dazu kein weiteres Recht als daß man ihm die rechte Hand abschlägt] 
    13. Jh.? (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 242
  • een screder id est een besnider des ieldis. jef een beghinzen wird mey faede ende falscheed ende hij dan tyocht op een montere [(von) einem Kipper, d.h. einem Beschneider des Geldes. Wenn einer mit verringertem und falschem Gelde ertappt wird und er sich dann auf einen Münzer beruft] 
    1464? WesterlauwersR. I 54
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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