Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Schüsselholz

Schüsselholz

, n.

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I Waldgebiet als Schüssellehen 
  • [daz sint di urbor:] D. V guot, aber daselb ein schusselholtz, ... aber daselb ein wis
    um 1280 MBoica 36, 1 S. 492
  • daß wir ... das schüsselholtz, gelegen ... bey der stat Franckenhusen, ... leihen und reichen ... von uns und dem heyligen riche zu lehen zu haben, ... yedoch so sollen die ... wann wir oder unser nachkommen am riche in dem lande zu Doringen sein, ... eynen herwagen mit schuͤsseln ... zu tzinst geben
    1430 I. Weber, De Investituris et Servitiis Feudorum Ludicris (Gießen 1724) 63
  • kaiser Sigismund belehnte im j. 1430 einen thuͤringischen edelmann ... mit einem walde, genannt schuͤsselholz, unter der bedingung, daß er und seine nachkommen, so oft ein roͤmischer kaiser oder koͤnig in dem lande zu D. sey, einen heerwagen mit schuͤsseln zur hofstatt liefern solle
    1796 Krünitz,Enzykl. 69 S. 457
II Holz für die Herstellung von Schüsseln (I) und anderem Essgeschirr
  • welicher drechsel schüsselholtz haut, es sey erlenß, ösches, öspes vnd aychhurnes, der sol jarlichen dem vorster geben 32 dn. wert schüssel
    15. Jh. FestgBosl 83
  • wann si [schisslträxler] aber schisslholz niderschlagen wöllen, so sollen si es thuen an den weitisten und ungleglichsten orten im gericht, wo man das holzwerch sonsten nit kan plochweis zu land oder an die ladstat bringen
    1658 Tirol/ÖW. V 274