Schwier, Schwirren, m.

I Holzpfahl, -pflock, Palisade; insb. zur Markierung von (Fischerei-)Grenzen, auch beim Schwieren
  • das niemer ... sol werden ... gebuwen gegen strassen noch gassun von holze noch von gemuͤre noch mit stifften, tischen, stangen oder schwirn vuͤr die gewer
    um 1300 ZürichRBf.(Bodmer) 59
  • wenn es den an dem driten jar würt, so ainer ingeschnitt, so mag ain herr im ain pfahl oder schwirn für thür und thor schlachen, uns soll in haissen usserher fon, und soll haben was in huss und hof ist
    1432 Thurgau/GrW. I 276 Faksimile
  • die marchen mit schwierren zů setzen
    1494 ZürichStB. III 116
  • wär innterhalb den bestimpten schwiren betzen oder anderen unzimlich züg ... setzt, wellen wir, das zwen erber man daruber gesetzet werden und dieselben ouch schwerren, ... ufsechen zehaben
    1505 ArchBern 38, 1 (1945) 71
  • daß ... innerthalb disen schwirren weder mit netzen noch mit anderen verbottenen mittlen ... gefischet ... werden solle, bey straff 50 ℔
    1745 InterlakenR. 602 Faksimile
II (öffentl.) Kehrichtbehälter
  • [Anwohner sollen] ihre privat-schwirren ... hinweg tuon und ... der oberkeitlichen schwirren allein sich bedienen
    1688 SchweizId. IX 2139 Faksimile
  • schwirren oder kothäufen in der stadt herum [sind] je zu 8 tagen zu säuberen
    1768 SchweizId. IX 2139 Faksimile