Segelstreichen, n.
Segelstreichen, n.
Reffen, Einziehen der Segel; als Ehrenbekundung
vgl.
Seebrauch,
Segel (IV)
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ein jeder schiffer soll, bey vermeidung unserer hoͤchsten ungnade und harten strafe ... gegen unsere vestung im vorbey schiffen uns den gebuͤhrenden respect mit seegelstreichen erweisen1674 BrandenbZollRegl. Art. 2
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weil nun ein schiff durch die einlauffung in den port zugleich die jurisdiction des fuͤrsten gleichsam gehet und sich tacite derselben unterwirfft, so muß es auch sich denen rechten des havens conformiren, und solches bey der ankunfft entweder durch den gruß mit gestuͤcken oder durch das seegel-streichen mercken lassen1705 KlugeBeamte I² 505 Faksimile
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vom see- und schiffs-ceremoniel: nachtricht von dem seegelstreichen und losungs-schiessen1720 Lünig,TheatrCerem. II 1288 Faksimile
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diese gewohnheit, daß die schiffe, so sich begegnen, einander durch losungs-schuͤsse, seegelstreichen u.d.g. so grosse ehre erweisen, ist unter den europaͤischen voͤlckern nicht allein eingefuͤhret1720 Lünig,TheatrCerem. II 1290 Faksimile
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[Übschr.:] der koͤnigl. regierung verordnung wegen des segelstreichens der kauffahrteyschiffe1738 Dähnert,Samml. II 466 Faksimile
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der landesherr, in dessen staten die hafen sich befinden, hat das recht von denen, welche in selbigen einlaufen wollen ... die erweisung der ehrerbitung durch das segelstreichen zu verlangen1757 Estor,RGel. I 919 Faksimile
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die wuͤrkungen der oberherrschaft uͤber ein meer sind: 1. das seegelstreichen mit dem topseegel, oder eine gewisse ehrenbezeugung, welche andere schiffe, so des souverains uͤber das meer kriegsschiffen begegnen, oder bey dessen vestungen, koͤniglichen schloͤssern, etc. passiren, denselben erzeigen muͤssen1777 Moser,VölkerR. 348 Faksimile