Silberwaage, f.

Feinwaage zur Prüfung des Gewichts insb. von Silber (II u. III); auch als städt. Einrichtung, über welche der Handel mit Edelmetallen abzuwickeln ist
  • sol nieman han silberwage noch gelote wan die weselhere, die wehsil rehte hant, vnd die goltsmide
    um 1270 BaselRQ. I 1 S. 8 Faksimile
  • eyn iclich, der dar wyd mit wagin, iz sin silberwage odir andere, der sal sie gliche der wage, dy von vnsirn herrin dar zcu gesatzt ist
    1351 MühlhsnRatsges. 39
  • waz sie [losunger] ein haben genomen ... von der grossen wag, von der silberwag, vom schrotampt
    1388 NürnbChr. I 264 Faksimile
  • sol auch weder kramer noch kauflerin ... kain gold, silber noch berlin ... anders nit wegen, wann an der geschwornen goldwag hie ze U. oder silberwag
    1394 UlmRotB. 257 Faksimile
  • die juden ... sollen auch kein gold, perlen, silber, granalia, corallen, athstein oder silbergeschirr, das sie mit dem gewicht verkauffen, in ihren haͤusern wiegen, sondern in des raths silberwagen wiegen lassen
    1537 Frankfurt a.M./Schudt,JüdMerkw. III 136
  • so soll auch der zehendner mit allen fleiß auf seine silber-wagen, dergleichen auf die gewicht achtunge geben, daß dieselben recht waͤgen
    1549 CAug. II 751 Faksimile