Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Sommerlohn

Sommerlohn

, m.


I Lohn für in der Sommerzeit geleistete Arbeit; meton.: Zeitraum, in dem dieser gezahlt wird
  • wanne er [zcymmermann] der stad erbeydet zu lone uff sine selbs koste, 15 d. zu winterlone und 2 tornus zu sommerlon 
    1462 MarburgRQ. I 170
  • es soll sich auch ... keyn stainmetz, maurer, zimmerman ... so burger oder inwoner allhie zu A. ist, als lang der sommerlon weret, auß, vnd von der stat, anderswo zu arbeyt begeben, oder bestellen lassen
    1554 AmbergGesatzB. 68r
  • das der steynmetzen, maurer, zymmerleut ... sommerlon ierlich auff cathedra petri, den zwenvndzweyntzigsten februarij angehen, vnd biß auff galli [16.10.] bleyben soll, aber von galli, biß wider auff cathedra petri, soll der winterlohn gegeben werden
    1554 AmbergGesatzB. 68v
  • einem steinmetzen gesellen sommerlohn verrichts 12 kreutzer, winterlohn 10
    1564 Fronsperger,Bauordn. 81
  • mag ouch ein [Zimmerer-]meister ... zů winnters zyt, so balld der winterlon angadt ... alles tischmacher werch ... machen, doch alles nit lënnger und wyter, dann biß der sommerlon angadt
    1570 ZürichZftG. I 338
  • den schreinern ... were zu winterszeit das liecht zu halten, vnd muͤsten dieselben alsdann gegen sommerlohn auch sommertages arbeit verrichten
    1645 HessSamml. II 113
II nach der Zahl der Weidetiere bemessener Hirtenlohn für die Sömmerung (I) des Viehs auf der Alm
  • daß derjenige, so kein roß hat, wohl eines an andern orten anzunehmen, und die besoldung oder sommerlohn darvon ihm eigentumlichen vergunt und zugelassen sein solle
    1615 Vorarlberg/ÖW. XVIII 257
  • wo das sentvolck weiter was hinweggeben würd [vom Ertrag der Milchwirtschaft, sollen die Schuldigen] umb ihren summerlohn verfallen sein
    1679 Vorarlberg/ÖW. XVIII 268
unter Ausschluss der Schreibform(en):