Speisegeld, n.

Kostgeld, Futtergeld; Lohnzulage für Verpflegung, auch: Abgabe, aus der diese Zulage finanziert wird
  • gare kost vnd speisegelt, das man fur gerichte bekennet, sol man bey vierzehen tagen gelden
    1408 (ed. 1574) Ekhardi,MagdebR. VI 24, 8 Volltext (und Faksimile)
  • muß der kaͤuffer das wascher-lohn vom achtel fuͤnff und zwantzig groschen, worunter auch das speise-geld eingerechnet ist, ... denen holtz-waͤschern ... zahlen
    1702 CCPrut. III 123 Faksimile
  • auf 200 a 300 pferde speiße- und furragegeld ex kassa gennerahlis mus gegehben werden
    1722 ActaBoruss.BehO. III 448
  • auf die schul- und sogenannte speisegelder der schulbedienten in den staͤdten ein jedesmaliges aufgeld von 50 procent
    1783 Siggelkow,HdbMecklKR.² 190 Faksimile
  • die abgaben, welche die staͤdtischen einwohner, ausser der stadtaccise und stadtzulage, zu tragen haben, sind ... speisegeld der schulkollegen
    1786 Gadebusch,Staatskunde I 179 Faksimile
  • daß niemand ... sich weigern soll, die in diesem reglement [der Badeanstalt] bestimmte ausgaben, es sey ... fuͤr die miethe, speisegeld, wasserzinß, badegeld, wannen-miethe ... nach einer jaͤhrlich bey der brunnenzeit festzusetzenden ... und jedem brunnengast bey seiner ankunft einzuhaͤndigenden taxe ... zu bezahlen
    1792 NCCPruss. IX 969 Faksimile
  • folgende direkte staatsabgaben erhoben: ... fourage- und speisegelder
    1809 Mamroth,PreußStaatsBest. 247 Faksimile