Speiwort, n.

auch Dim.
Lästerung, Schmachwort
bdv.: Drohwort
  • da sprach der selbig metziger V. wider an mit speiworten
    1515 Eulenspiegel 93
  • demnach allerley uppige schand- und schmachlieder, darinnen geistlich unnd weltlich personen verachtlicher massen angezogenn, irer eeren geschmecht, geletzt unnd verspottet worden, ouch sunst allerley spey- und spotworten von jungen unnd alten bitzhar by tag unnd nacht gesungen und gereth worden [wird dies verbotten]
    1526 AktBaselRef. II 230
  • verbiete auch alle trauwort, speiwort und alles was unrecht ist
    1556 Odenwald/GrW. VI 404 Faksimile
  • das all unser hofgesinde sich ... vordrießlicher, ehrenrühriger und unnützer speiwortt ... in unser hofstuben gentzlichen enthalten
    1586 Sachsen/Kern,HofO. II 52
  • daß die fuͤrsprecher an ... unserm ehe-gericht ... undienstliche reden, spey- und raitzel-woͤrtlein getrieben und geuͤbt haben
    1683 UlmEheO. 26