Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Spießlehen

Spießlehen

, n.

Lehen (I 2), dessen Inhaber Holzspieße (Bratspieße) abzugeben hat
vgl. Spitzlehen
  • vnsers herren spislen ald vnsers herren gartenlen, die suln uon dem gůte enkain stuͥr geben
    1255 ZGO. 26 (1874) 342
  • da selben ist ein spizlehen, daz dienet i phunt vnd swen der byschof gagenwurteg ist, so dienet ez spizze. da selben ist auch ain lehen daz dienet iii schoͤt chornes
    um 1360 CDAustrFris. III 602
  • das spislehen hat D.G., der müst spis gnüg dargeben zu braten, ... also huw er deren 400 und hies die füren uff ainem wagen für die pfallentz
    um 1574 Konstanz/FreibDiözArch. 8 (1874) 60
  • darab gehe jaͤhrlichen in das spissleechen gehn G. 7 1/2 kr.
    1641 KonstanzHäuserb. II 67