stadtrüchtig, adj.

stadtbekannt, in der ganzen Stadt (II) berüchtigt
  • das es stattruchtig sey, T. sein frauen in unpflicht gefunden habe
    1487 FritzlarRQ. 732
  • schole ed ... stadruchtich unde juwer erszamicheit sulves ock witlick sin, dat T.F. kyndere A.S. naturlike unde lifflike dochterkindere gewest
    2. Hälfte 15. Jh. MagdebSchSpr.(Friese) 185 Faksimile
  • borgermester P. heuet laten fragen eyneß rechten ordelß, nachdem dat statrochtich sy, dat eyn gezworen richter eyn zwyn van der mysten gehalet haue
    1540 Seibertz,QWestf. II 83
  • welche nicht zum abendmal des herrn, noch zur taufe sollen zugelassen werden: diejenigen, so in offentlichen, stadtrüchtigen überwiesenen sünden stecken
    1554 Magdeburg/Sehling,EvKO. I 2 S. 451 Faksimile
  • das sein gottslaͤstern vnd vollsauffen stadt- oder dorffruͤchtig ... waͤre
    1656 HessSamml. II 416 Faksimile
  • so bald also ein mann, so bald eine frau bei stadtruͤchtigen entehrungen übersehend find, kann man immer schluͤssen, daß dieses uebersehen nicht sowohl aus unempfindlichkeit, als aus dem selbstgefuͤhle ihres eigenen fehlers herruͤhrt
    1783 Sonnenfels,GesSchr. II 40