stechen, v.

jn. mit einer Stichwaffe verletzen, (tödlich) verwunden; jn. erstechen, verstärkend: jn. über den Haufen stechen
auf jn. (mit einer Stichwaffe) einstechen; zustechen; jn. nach dem Leben stechen mit Tötungsabsicht auf jn. einstechen
(eine Verletzung) mit einer Stichwaffe beibringen; (eine Tat) mit einer Stichwaffe verüben; (mit einer Stichwaffe) durchbohren; mit einer Stichwaffe (hinein-)stoßen
(in js. Hausfriedensbereich) eine Stichwaffe gebrauchen; als schwere Verletzung des Hausfriedens
von einem Schlachttier: abstechen, (durch Erstechen) schlachten
einen (insb. ritterlichen) Wettkampf mit Stichwaffen durchführen; in einem Turnier kämpfen, im Rahmen eines Turniers auf den Gegner einstechen
miteinander wetteifern, in einen Wettbewerb treten; auch: einen Stichentscheid herbeiführen; die Stimmen stechen sich es herrscht Stimmengleichheit
auf/in jn. stechen jn. beleidigen, mit Stechworten angehen
Tauschhandel betreiben, tauschen
jn. bestechen, korrumpieren
jn. vertreiben, hinauswerfen, (aus der Arbeit) entlassen
(in ein Kloster) einweisen, einsperren
etw. feststecken, aufstecken, hineinstecken, hineinstoßen, auch: festnageln, fixieren; im Deichrecht: (einen Spaten auf einem Deich) in den Boden stoßen, sodass er stehen bleibt, bei der rechtssymbolischen Handlung des Spatenstechens
aufgesteckt sein
von Torfschollen, ¹Soden: (mit einem Spaten) abstechen
etw. mit der Nadel bearbeiten, nähen; durch etw. stechen mit etw. zusammenbinden, zusammenheften; insb. in Bezug auf Dokumente
gravieren, eingravieren
einritzen, einkerben; aufs Holz/auf den Span stechen auf ein Kerbholz eintragen
den Star stechen die Augenlinse mittels einer Nadel hinunterdrücken; als Behandlungsmethode beim grauen ²Star
von Vieh: stoßend, aggressiv sein
bergm.: (einen Herd) anstechen; damit die Gussmasse ausfließt

Stechen, n.

Turnier, Ritterkampf, Schaukampf
kriegerische Auseinandersetzung, Kampf mit Stichwaffen
mit einer Stichwaffe beigebrachte Körperverletzung; als Straftat