Steingeld, n.

I Abgabe, Gebühr zur Unterhaltung von steinernen Bauwerken, etwa von Stadtbefestigungen oder Steinbrücken (I)
  • so wie poorter wort, die sel geven te steengelde van elken ponde viii penninge
    1390 HaarlemRBr. 55
  • [daß] der graven von Solms dhiener, fuhrleuth vnd vnderthanen, so ... die stadt Franckfurt beruͤhren, des zoll, weg- vnd steingelts (so wohl an den pforten, als auch auf der bruͤcken) auch frey und erlassen seyn sollen
    1579 Lersner,FrankfChr. II 1 S. 659
II Gebühr für die Amtstätigkeit der Steinsetzer (I), insb. für das Setzen von Grenzsteinen
  • den stainern ir staingeld ... geben
    1568 HohenloheDorfO. 488
  • soll der schieder ... daß steingelt, alß von iedem anstößer eines steins zwen pfenning, vor die belohnung berechtigt sein
    1572 AdelsheimStR. 669 Faksimile
  • vor einen gang bey solch gemeiner schiedführung 1/2 fl. sambt dem steingeld zue bezahlen
    1670 HohenloheDorfO. 90
III Geldabgabe als Ersatzleistung für die Dienstpflicht der Steinfuhre (I)
  • steingelt von des stades dorperen
    1410 Toeppen,ElbingAnt. 59
  • diewile ine [hußknechte] bevolhen ist, unser sloß und burg zu behuten ..., das sie mit thoregelt, wachtgelt, steingelt und frondinsten unbesweret und des ledig sin ... sollent
    1435 Bruchsal 854 [hierher?] Faksimile
IV Kostgeld für eine Inhaftierung (im Stein XII 2)
  • soe wie den alsoo in gevangenisse doet leyden, die sal hy alsoo veele broodts ende borns doen leveren ende drincken mach; ende daarom sal men geen steengelt noch sluitgelt noch leydtgelt aff hebben
    1382 VerslOudeR. 3 (1898) 306