Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Steinkreuz

Steinkreuz

, n.

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steinernes Kreuz; im Rahmen einer Totschlagsühne vom Täter für das Seelenheil des Opfers idR. nahe dem Tatort zu errichten; auch als Grenzzeichen
vgl. Sühnevertrag
Sachhinweis: ZRG.2 Germ. 122 (2005) 113-149
  • H. hat [wegen todtschlages] binnen jahresfrist eine romfahrt und achfahrt zu thun und darüber gute urkunde beizubringen, ein steinkreutz setzen zu lassen, wo es ihm die W. weisen wird
    1436 BonnJb. 29/30 (1860) 132
  • daß H.H. soll [errichten] lassen ein steinkreutz des gemelten W.s sohn zu einer besserung nach billigkeit ... soll auch H.H. in gewehnlicher wallfart thun ... zu uns. l. frauen gen Aachen
    1463 ZWirtFrk. 5 (1859/61) 235
  • der purkfrid zu sannd Andree hebt sich an bei dem stainkreuz 
    1560 ArchKärnten 20/21 (1912) 76
  • es weiset der schöff auch zu recht, dass man soll die bandzeün halten ... von der kirchen ahn bis an steinkreutz 
    1568 Viernheim/GrW. IV 528
  • nebenst dem steinkreütz so Valachaÿ vndt Siebenbuergen scheidet
    1678 Études balkaniques 2012 IV 76