stößig, adj.
stößig, adj.
I
uneins, zerstritten, entzweit
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wo jeman stössig würde mit eime huszgenossen, der do zů bancke sitzet ... und an dem münszmeister oder hůter gerihtes vordert, so sol man ein gerihte machenum 1330 StraßbMünzg. 189 Faksimile
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wa dez gotzhuslüte von W. stössig sint, und kriegent umb ir erb ..., dz sol ein probst brechun mit des gotzhuslüten rat1344 Burckhardt,Hofr. 241 Faksimile
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das die burger von Lucern stössig waren mit dien von Vre1357 Geschfrd. der 5 Orte 22 (1867) 279
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das alle unser richter daruf wissen ze ertailen und an der urtail nit stoͤssig werden1376/1445 UlmRotB. Art. 166 Faksimile
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were aver, dat desse ... zees man in den vorscrevenen saken ... stossich worden, ... dat de ersamen borgermestere unde radt der stad tho B. ... eyn overman dar over syn scholen1406 BremUB. IV 456 Faksimile
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unser getrewen N. die mulhern und mulner [sind] ... mit ainander stossig gewesen ... von etlicher irer geprechen und noturften wegenum 1430 NÖsterr./ÖW. VII 686 Faksimile
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were dann sache, das ein meister vnd ein knecht in rechenunge stössig werent, so söllent die drier den meister vnd den knecht gegeneinander verhören15. Jh.? FreiburgZftO. 39 Faksimile
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wa zwen teil mit einander stoͤssig sein von güter wegen ..., da verhoͤrt man brieff vnd lütRottweilHGO. 1523 E viv Volltext (und Faksimile)
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wer aber das die schidlewt stoͤssig wurden, zwen gegen zwen, vnnd dann den obman bedeüchte, das er bedoͤrffte rates, so sollen jm zustund die schidlewt, in geschrifft, jr vrteiln antwurten, ee sie vonn tag scheidenHugen 1528 Bl. 139r Volltext (und Faksimile)
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das zwen seindt stoͤssig vmb die ende jrer gründe1536 Gobler,GerProz. 78v Volltext (und Faksimile)
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wann ... zwen mit ainandern stössig werdend, alsdann soll ain jeder der vier stůbenmaistern ... denselbigen gepieten an sechs pfening ze schwygen1554 Schanz,Gesellenverb. 264 Faksimile
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ob wem man stossig wurd oder ist, das man nicht erfinden mecht mit dem rechten, das soll man dingen1613 NÖsterr./ÖW. VIII 481 Faksimile
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wann jemand stössig oder uneins wurde, so sollen alle die darzu kommen, trewlich scheiden1718 ChurBund. 280
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wan ... ein burger gegen und mit einem hindersäßen oder gast stößig wurde ..., das der burger den hindersäsen oder gast leibloos thäte, wan sich dan der thäter mit einer oberkeit unser statt ... und mit des entleibten freündtschafft vertragen mag und umb den fräffel ... verricht hat, dan soll ihme die statt offen seyn1739 LuzernSTQ. IV 111 Faksimile
II
strittig, umstritten
vgl.
stoßen (XXIV)
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wann ouch in solchem gericht zů E. ein vrteil stössig wurd, die sol man ziehen vff die stafflen im hoff zů L.1303? Luzern/GrW. I 167 Faksimile
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were ouch, daz in dem twing ze K. vor gericht ein urteil stöszig wurd, dieselben urteil mögent und sond die lüt von K. gen R. ziehenAnf. 15. Jh. Aargau/GrW. V 67 Faksimile
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wan vrteilen vor gericht stössig vnd für vns in ratt gezogen werden1480 LuzernStR. 52 Faksimile
III
von gehörnten Tieren: dazu neigend, mit den Hörnern zu stoßen
bdv.:
stoßend
vgl.
stechen (XX)
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ists aber kundt gewesen, das der ochsse stoͤssig vorhin gewesen ist, vnd sein herr hat jnen nicht verwaret, so sol er einen ochssen vmb den anderen geben, vnd das ass haben1586 Kolle,LübR. Art. 157 Volltext (und Faksimile)
IV
angrenzend, benachbart
vgl.
stoßen (XII)
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die herrschaft und inwohner des landes C. so an diese [Provinz] stöszig1550 DWB. X 3 Sp. 558