Stollenhieb, m.

Recht des Stöllners, dessen Stollen (I) planmäßig das Abbaufeld eines Bergwerks quert, alles beim Stollenbau regulär herausgehauene Gestein selbst zu verwerten
  • den gebuͤrlichen stollnhieb, welcher betrifft 1 1/4 lr. in der wassersayge uͤber sich, und 1/2 lr. in die weite so lang das erzt steht
    1669 KurkölnBergO.(A) VI 1 Faksimile (Abschnittsbeginn)
  • der stoͤllner [mag] die im unbelehnten felde uͤberfahrnen- und im freyen liegende gaͤnge ... abbauen, in dem anderen verliehenen felde aber hat er nur den stolln-hieb
    1749 CAug. Forts. I 1 Sp. 1404 Faksimile
  • fähret nun ein stöllner mit seinem orte in derer gewercken felde auf flachen gängen fort, in solchen fall ist er zwar ... nicht schuldig, den fünff viertel-lachter hohen stolln-hieb nach des flachen ganges donlege zu nehmen, sondern er kan die fünff viertel-lachter-höhe von der firste biss sohle seiger messen
    1749 PreußBergO. 437
  • die freiheiten des erb-stollns sind ... II) der stolln-hieb; diser bestehet darin, wenn er erzt antrift, derselbe 5 1/4 lachter uͤber sich, von der wasser-seige an, und 1/2 lachter von der weite das erzt weghauen darf
    1757 Estor,RGel. I 1104 Faksimile
  • der stollenhieb ist das recht des stollners, die in den gränzen des stollen ... brechenden erze und mineralien ... in seinem nutzen zu verwenden
    1794 PreußALR. II 16 § 405