Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Stollort

Stollort

, m., n.

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Ende eines Stollens (I) im Berginneren; Stelle, bis zu der ein Stollen (bislang) in den Berg getrieben ist
bdv.: Stollenhaupt
vgl. 1Ort (XII)
  • sollen die gwerken ... den zechen, die den stoln steuer ader zubus geben, ... wo man mit dem stolart irer mossen folgen wurde, die strecken zu demselben zechen zu treiben schuldig sein
    1530 GraupenBergb. 183
  • ain erbstolln hat das recht, ... mit seinen stolloerthern der wassersaig nach durch alle zechen und massen ... zu fahren
    1548 Lori,BairBergr. 250
  • was sie ... mit iren stoll- oder gwir ortern vberfarn ... sollen sie wie annder gerwercken der ordnung nach pauhaftig erhaltenn
    1553 Zivier,SchlesBgw. 27
  • ain yede grueb, souil die rechter stoͤll-oͤrter vnnd gestenngfert hat, mag der oͤltern grueben mit allen denselben iren oͤrtern so die zu ainer oͤltern kombt durchfaren, doch albeg der oͤltern grueben onschaden
    1556 SchwazErf. Art. 8 § 2
  • wird aber mit dem stollort ertz ... angetroffen, alsdann mag der stollen den gebuͤrlichen stollnhieb, welcher betrifft 1 1/4 lr. in der wassersayge uͤber sich, und 1/2 lr. in die weite so lang das erzt steht, weghauen, und zu sich nehmen
    1669 KurkölnBergO.(A) VI 1
  • zu welchen lehn die such-stoͤllner mit ihrem stoll-ort kommen werden, durch dasselbige moͤgen sie mit allem recht und eigenschafften, wie ein erb-stoln hat, fahren und ihr stoll-ort treiben
    1698 CJSystMet. II 27
  • aus der verstufung eines stollenorts folgt noch nicht der verlust des rechts auf die übrigen unverstuft gebliebenen oerter
    1794 PreußALR. II 16 § 246
unter Ausschluss der Schreibform(en):