Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Storger

Storger

, m.

auch Störger 
wandernder Kleinhändler, insb. Marktschreier; Hausierer
  • das zuller, bader, bardtscherer, storger, staidtknecht ... inn andern gildenn nicht gelitten ... werdenn, derwegenn auch unpillich sie dieser innung tzue duldenn
    16. Jh. Salow,ZunftwKassel 152
  • [Übschr.:] von denen, so allerhandt schawspiel anstellen: sonderlich aber von marck-schreyern, storgern und theriackskraͤmern
    1619 Garzoni,Schauplatz 575
  • [mandat] wider die quacksalber, zahnbrecher, storger, landfahrer
    1628 StraßbPolO. 76
  • schaͤdliche leute ... alß da sind, spitzbuben vnd spieler, ... luͤgenhaffte ungeschickte marckschreyer vnd storger 
    Seckendorff,Fürstenstaat (1656) 100
  • unter welche rotte auch gehoͤrig sein nechst andern storgern und landfahrern die quacksalber und schlangenfaͤnger
    1667 GothaLO. Anh. 439
  • [ein Lehrling der Leineweber] sei kein bastard, kein schäfer, storger ... und kein schleifer
    1683 AnnNassau 32 (1901) 71
  • ueberhaupt aber sind folgende gewerbe und handthierungen dem adel verboten: storcher, quacksalber, zahnbrecher
    1752 v.Loen,Adel 422
unter Ausschluss der Schreibform(en):