sträuben, v.

I (sich) widersetzen, zuwiderhandeln
  • ob der siben iemen strube in der vrist oder niht chomen moͤht, an des stat sullen di lenbendigen einen andern welen
    1287 Zell am See/CorpAltdtOrUrk. II 212
  • wert sacke, dat jemandes sick weder düsen contract und bewilgung struen worde und des oldermans ... gebot nicht achten wolde
    1354 LivlUB. I 2 Sp. 586
  • er ward sich strauben
    15. Jh. Keller,Fastnsp. I 338
  • se streuen vnde struuen sick wedder my
    16. Jh. Wackernagel,KL. III 104
  • daß solche geschwächte, nachgehends verehlichte weibespersonen hinter denen, so sich wohl verhalten, gehen sollen. im fall sie sich dagegen sträubeten, sollen sie ihro hochf. dchl. brüchregister mit 4 rthlr. einverleibt werden
    1699 JbSchleswHolst. 5 (1862) 184
II von einem Tier: struppiges Fell haben; als Zeichen einer Krankheit
  • 1678 wurde erkennt, daß einer ... kosten und schaden abtragen muͤsse, wenn er es nicht anzeige, wenn die kuh struͤbe
    J.R. Steinmüller, Schweiz. Alpen- u. Landwirthschaft I (Winterthur 1802) 112
III mit gesträubtem Haar zerzaust
  • wer eine notzöge klaget, der soll es schreiend vollbringen mit gestraubtem haar und mit zurissen kleidern
    1436 HofStR. 156 Faksimile
  • woe eine genotzucht wurd, so soll sie lauff mit gestraubtem hare vnnd nasser mautzen ... allermeniglich wer ir begegent vmb hilff anschreyen
    1523 Unterfranken/GrW. III 892 Faksimile
IV ausstatten
  • in tydt der nood sall he [Lehnsmann] uns met een gueden klepper tho felde kamen, unde wel gestruivet mit siin ruͤsttuig, wo een hoffmann tho geboert
    1448 OstfriesUB. I 517 Faksimile